Nordhausen erinnert an Pogromnacht vor 80 Jahren

0

Nordhausen (psv) Am Standort der ehemaligen Synagoge am Pferdemarkt erinnerte gestern Oberbürgermeister Kai Buchmann gemeinsam mit Vertretern der jüdischen Gemeinde sowie der Kirchen der Stadt, Bürgerinnen und Bürgern sowie Schülern des Herder-Gymnasiums der Opfer der Pogromnacht vor 80 Jahren in Nordhausen.

Die sogenannten Novemberpogrome jähren sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Auch in Nordhausen brannte in der Nacht vom 9. November 1938 die jüdische Synagoge nieder und jüdische Frauen und Männer wurden verfolgt, verschleppt und getötet.

Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Herder-Gymnasiums gestalteten die heutige Gedenkveranstaltung an diese Ereignisse. Mit Zeitzeugenberichten und historischen Daten erinnerten sie an die Geschehnisse im November 1938 in Nordhausen. Seitens der Kirchen hielt Pfarrer Hauke Meinhardt von der Blasii-Kirche Nordhausen die Gedenkworte. Das Kaddisch wurde durch Herrn Alexander Burakow von der Jüdischen Gemeinde Nordhausens vorgetragen.

„Auch in Nordhausen waren die Pogrome vor 80 Jahren der vorläufige Höhepunkt der staatlich organisierten und systematischen Drangsalierung, Einschüchterung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung,“ so Kai Buchmann. Der Oberbürgermeister Nordhausens rief dazu auf, täglich ein Zeichen gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten und Religionen zu setzen.

An die Gedenkveranstaltung schließt sich um 19.30 Uhr das 3. Sinfoniekonzert des LohOrchesters Sondershausen „Erinnern für die Zukunft“ mit Werken von Prokofjew, Yusupov, Schostakowitsch, Beethoven an. Eine „Bunte Feier der Toleranz“ im Foyer des Theaters mit internationalen Spezialitäten und dem Aletchko-Quartett ab ca. 22 Uhr beschließt das Erinnern an den 9. November in Nordhausen

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*