Niedersachswerfen sucht Namen für steinzeitliches Wollnashorn

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Arree-Traditionsverein lobt Wettbewerb aus. Neuer Infopunkt zum Kohnstein wird im Sommer aufgestellt.
Ein Steinzeittier in Niedersachswerfen? 1923 ist das Skelett eines Wollnashorns im Höllental am Kohnstein entdeckt worden. Seither lagern die Überreste des Urtieres sehr wahrscheinlich in einem Museum in Sachsen-Anhalt. Wo genau, ist aber noch unklar.
Der Niedersachswerfer Heimatforscher Tim Schäfer und der Arree-Traditionsverein wollen die Erinnerung an das Niedersachswerfer Wollnashorn wiederbeleben. „Im Sommer wollen wir einen neuen Infopunkt zum Kohnstein und dem ehemaligen Gipswerk errichten“, sagt Schäfer, der die Inhalte recherchiert hat. Aufgestellt werden soll die Rundtafel an der Ecke Schulstraße/Bahnhofstraße. Und auch das Wollnashorn wird auf der Tafel erwähnt. „Unser Wollnashorn soll endlich einen Namen bekommen“, ergänzt Vereinsvorsitzende Christina Zyrus.
Der Arree-Traditionsverein lobt deshalb einen Namenswettbewerb aus, der sich speziell an Kinder richtet. Teilnehmen kann jeder bis zum 31. August. Namensvorschläge können unter Angabe des Namens und des Alters an die E-Mail-Adresse presse@harztor.de geschickt werden. Nähere Informationen gibt es auf der Seite www.harztor.de/wollnashorn.
Die oder der Gewinner werden von einer Jury ausgewählt, die der Verein stellt. Der erste Preis erhält einen Kinogutschein im Wert von 50 Euro, der zweite und dritte Platz werden mit einem Gutschein in Höhe von 30 und 20 Euro bedacht. Natürlich kommt der ausgewählte Name für das Wollnashorn mit auf die Infotafel. „Wir sind gespannt auf die Vorschläge“, hofft Schäfer auf eine rege Beteiligung.
Langfristig könnte sich Schäfer sogar vorstellen, das Skelett des Wollnashorns nach Niedersachswerfen zurück zu holen und auszustellen. „Bisher ist das nur eine Idee“, so Schäfer weiter. Im Landesmuseum in Halle, wie lange angenommen, lagern die Skelettteile aber nicht, wie jüngste Recherchen ergaben. Den Lagerort gilt es jetzt herauszufinden.
Auch Harztor-Bürgermeister Stephan Klante findet die Idee interessant. Ein geeigneter Platz zum Aufstellen würde sich finden, so Klante.
Wollnashörner waren in den eiszeitlichen Kältesteppen zwischen Westeuropa und Ostasien während des Mittel- und Jungpleistozäns verbreitet. Man nimmt an, dass diese Tierart vor 12.000 Jahren ausgestorben ist. So ein Wollnashorn konnte bis zu 6000 Kilogramm wiegen und größer als ein Mensch sein.

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