Neustädter Pflegedienst Doceins ist jetzt elektrisch unterwegs

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Ilfelder Autohaus Gerecke übergibt Renault-Fahrzeugflotte. Strom für Autos wird in Lungenklinik produziert

Der ambulante Pflegedienst Doceins der Lungenklinik Neustadt hat seine kleine Fahrzeug-Flotte auf Stromer umgestellt. Die Autos lieferte das Ilfelder Autohaus Gerecke: drei Renault E-Twingos und einen größeren Renault Zoe, den der technische Dienst der Lungenklinik nutzen wird. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit der Lungenklinik eine Premiere. Für den Pflegedienst bieten sich die kleinen E-Fahrzeuge einfach an“, sagt Autohaus-Inhaber Ulf-Heinrich Gerecke.   

Im Schnitt sind die Pflege-,  Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte des Pflegedienstes 100 Kilometer täglich unterwegs – die Reichweite der kleinen elektrischen Franzosen reicht für mehr als doppelt so viele Kilometer.  „Wir haben aktuell 70 Klienten, die wir versorgen. Unsere Mitarbeiterinnen sind in ganz Harztor, in Teilen Nordhausens und bis nach Rottleberode in Sachsen-Anhalt unterwegs“, sagt Pflegedienstleiterin Nadin Decker-Ziesenhenne. 

Die stellvertretende Pflegedienstleiterin Anja Ehrhardt (links) erhält von Franziska Weiß einen Schüssel für die neuen E-Twingos. Im Hintergrund: Nadin Decker-Ziesenhenne, Ulf-Heinrich Gerecke, Antje Wolf-Sauer und Thomas Schmidt (v.l.n.r.). Foto: Susanne Schedwill

Geladen werden die E-Flitzer auf dem Parkplatz am Hospiz in Neustadt. Dort wurden drei Ladesäulen installiert, sodass die Fahrzeuge über Nacht quasi zum Nulltarif „getankt“ werden können. Denn der Strom wird in den drei Blockkraftheizwerken der Lungenklinik produziert, als Nebenprodukt der Wärmeherstellung. „Tagsüber verbrauchen wir den Strom in der Klinik. Nachts, wenn keine Fahrtstühle laufen und die Küche nicht in Betrieb ist, produzieren die Blockkraftheizwerke einen Stromüberschuss und genau den nutzen wir zum Laden der vier Autos. Dass die Autos nur nachts laden, lässt sich einstellen“, erklärt Thomas Schmidt, der technische Leiter in der Lungenklinik. Er hatte die Idee, die Fahrzeugflotte zu elektrifizieren. Vor allem die steigenden Spritkosten waren für die Lungenklinik ausschlaggebend, sagt Schmidt. Und auch im Winter hätten die Fahrzeuge einen entscheidenden Vorteil für die Pflegedienst-Mitarbeiterinnen: Denn Scheibenkratzen zum Dienstantritt im Winter sei Dank programmierbarer Heizung nun passé.

Als Dankeschön für die Harztor-Kooperation spendete das Autohaus noch eine Birke an das Hospiz. Der Baum stammt von der Baumschule August in Ellrich und wird seinen Platz auf dem Parkplatz des Hauses finden.

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