Neues Schild schmückt Nordhäuser Merwigslinde

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Nordhausen (psv) Im Beisein der Nordhäuser Künstlerin Tura Jursa und Oberbürgermeister Kai Buchmann wurde das neue Schild der Merwigslinde im Gehege eingeweiht. „Das Schild der Merwigslinde weist nun den Spaziergängerinnen und Spaziergängern auf diese sagenumwobene Sehenswürdigkeit unserer Stadt hin. Es ist einmal mehr Ausdruck der Verbundenheit zu meiner Heimatstadt“, sagte Tura Jursa.

Der Holzschnitt der Merwigslinde kann im Original bis Anfang August in der Stadtbibliothek Nordhausen bewundert werden. Ab 1. August bis 31. Oktober 2020 werden neben dieser Arbeit weitere Werke von Tura Jursa im Schloss Herzberg ausgestellt. Neben den Holzschnitten zieren Arbeiten Tura Jursas auch den Eingangsbereich zum Stadtpark, zum Rosengarten sowie zum Park Hohenrode. Hier können weitere holzkünstlerische Arbeiten von Tura Jursa bewundert werden.

Die Sage von der Merwigslinde

Ein König „Merwig“ soll, der Sage nach, Mitte des 5. Jahrhunderts die Stadt Nordhausen gegründet haben. Er stammte angeblich aus einer Schuhmacherfamilie und hatte selbst dieses Handwerk bis zur Wahl zum König ausgeübt. Dieser Herrscher soll eng mit dem Volk verbunden gewesen sein und veranstaltete mit seinen ehemaligen Zunftgenossen jährlich auf dem Geiersberg ein Maienfest. Da der Berg damals noch baumlos war, pflanzte er hier oben eine Schatten spendende Linde, die später nach ihm benannt wurde. Bis etwa 1740 stand sie hier als einziger Baum auf den kahlen Hügeln.

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