Neue Fahrzeug-Flotte für Palliativnetzwerk Nordthüringen

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Ihre Patienten haben im Endstadium Krebs oder Leberzirrhose, Nierenversagen oder Demenz. „Wir sind kein normaler Pflegedienst, wir kümmern uns um schwerstkranke Menschen am Ende ihres Lebens“, erklärt Koordinator und Pflegedienstleiter Mike Laschek beim Ambulanten Palliativnetzwerk Nordthüringen.

Seine drei Pflegefachkräfte umrunden in ihren Dienstfahrzeugen im Jahr fast vier Mal die Erde. Natürlich nicht in echt – aber rund 150 000 Kilometer sind die Pflegeexperte zu ihren Patienten in Nordthüringen unterwegs. Jetzt haben sie eine neue Fahrzeugflotte erhalten: drei neue Renault Clio. Mit den Autos fahren die Pflegefachkräfte zu rund 400 Patienten in den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuser pro Jahr.

Mike Laschek und seine Kolleginnen sind ein Krisenteam, das unter anderem mit zwölf niedergelassenen Palliativärzten in beiden Landkreisen zusammenarbeitet. „Unser Anspruch ist es, die schwerstkranken Menschen in ihrem Zuhause so gut zu versorgen, dass sie nicht ins Krankenhaus müssen“, erklärt Schwester Christin. Im Mittelpunkt stünden die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten. Über einen 24-Stunden-Notruf sind die Pflegefachkräfte in Krisensituationen immer erreichbar.

Bei Palliativpflege-Patienten reicht eine normale medizinische Betreuung oder Pflege nicht mehr aus. Lascheks Team behandelt eben nicht nur körperliche Symptome, es kümmert sich auch um die physischen und psychischen Beschwerden der sterbenden Patienten. Und auch die Angehörigen werden in dieser schwierigen Zeit nicht allein gelassen, erfahren Hilfe und Unterstützung von weiteren Kooperationspartnern wie von Hospizvereinen, die ebenso Teil des Netzwerks sind.

Das Palliativnetzwerk Nordthüringen gibt es seit 2011, hat seinen Sitz in Ilfeld und ist Mitglied im Thüringer Hospiz- und Palliativverband.

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