Neue Drehleiter rückt nun zu Einsätzen aus Fahrzeugübergabe in kleinem Rahmen

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Am Donnerstag konnte die neue Drehleiter der Feuerwehr Heiligenstadt offiziell in Dienst gestellt werden. Seine Feuertaufe erhielt das Fahrzeug bereits am 13. Februar, als es beim Großbrand am Heimenstein außerplanmäßig zum Einsatz kam. Doch nun ersetzt die neue Drehleiter das 27 Jahre alte Vorgängerfahrzeug endgültig. Symbolisch übergaben Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski und Landrat Dr. Werner Henning die Fahrzeugschlüssel an Stadtbrandmeister Heinz Anhalt und Wehrführer Alexander-Raphael Beck. Pfarrer Markus Könen verband die Segnung des Fahrzeuges mit dem Wunsch, dass die Stadt und ihre Bewohner vor Schaden und Unglück bewahrt bleiben. Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski betonte, dass das Fahrzeug mit allem ausgestattet ist, was nach dem derzeitigen Stand der Technik für die Menschrettung erforderlich ist. Bürgermeister Thomas Spielmann bedankte sich beim Landkreis für die erfolgreiche Kooperation bei der Anschaffung der Drehleiter. Pünktlich um 16 Uhr meldete Wehrführer Alexander-Raphael Beck der Leitstelle schließlich, dass das neue Fahrzeug einsatzbereit sei. Gerne hätten auch die übrigen Kameradinnen und Kameraden an der Fahrzeugübergabe teilgenommen. Pandemiebedingt konnte die Veranstaltung jedoch nur in kleinem Rahmen stattfinden.

Investition in Sicherheit der Einwohner

Das Fahrzeug im Wert von 700 000 Euro ist die derzeit modernste Drehleiter im Landkreis. 300 000 Euro investierte die Stadt in die Sicherheit ihrer Einwohner. Da das Fahrzeug auch überörtlich zum Einsatz kommt, steuerte der Landkreis Eichsfeld 175 000 Euro bei. Außerdem gewährte der Freistaat Thüringen eine Förderung in Höhe von 225 000 Euro. Mit Hilfe der Drehleiter kann die Feuerwehr Menschen aus brennenden Gebäuden retten, wenn deren Fluchtweg abgeschnitten ist. Zum Einsatzspektrum zählen außerdem die Brandbekämpfung vom Korb der Drehleiter aus und verschiedene technische Hilfeleistungen.

Intensive Vorbereitung vor Indienststellung

Bevor die Feuerwehr nun mit der neuen Drehleiter zu Einsätzen ausrücken kann, bedurfte es einiger Vorbereitung. So nahmen 15 Maschinisten an Bedienerschulungen und Fahreinweisungen teil. Außerdem galt es, die übrigen 45 Einsatzkräfte in die Bedienung des Rettungskorbs und die Handhabung der Anbauteile einzuweisen. Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr auch darüber hinaus viel Zeit in das Training mit dem neuenFahrzeug investiert. Und auch die Gerätewarte mussten sich mit den Details von Fahrzeug und Beladung vertraut machen, sind sie doch für die Instandhaltung der Drehleiter verantwortlich.

Technische Neuerungen erleichtern Arbeit

Die Drehleiter verfügt über ein Mercedes-Benz-Fahrgestell mit einem 300 PS starken Motor. Der sorgt nicht nur dafür, dass das Fahrzeug zum Einsatzort fahren kann, sondern liefert auch die Energie um die Abstützung ausfahren und den Leitersatz bewegen zu können. Voll ausgefahren erreicht die Leiter eine Länge von 30 Meter. Um in bisher nur schwer zugängliche Bereiche gelangen zu können, ist das Fahrzeug mit einem Gelenkteil am Leiterende ausgestattet. Im neuen Rettungskorb finden bis zu fünf Personen Platz; zuvor waren es nur zwei. Dank einer Spezialtrage samt Halterung können im Rettungskorb selbst schwergewichtige Patienten transportiert werden. Weitere technische Neuerungen erleichtern die Arbeit der Einsatzkräfte, erhöhen ihren Schutz und erweitern die Möglichkeiten der Feuerwehr, Hilfe zu leisten.

Text: Thomas Müller
Bilder: Johannes Lurch

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