Nächster Schritt zur attraktiveren Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern: Start des digitalen Antragsverfahrens für „Thüringer Fachkräfteinitiative Kita“

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Damit die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher attraktiver gestaltet werden kann, wird in Thüringer Kindergärten bereits seit letztem Jahr das entsprechende Modellprojekt „Praxisintegrierte Ausbildung in Thüringen (PiA-TH)“ durchgeführt. Nun startet Thüringen ein digitales Antragsverfahren und schafft so einen effizienten Weg zur Vergabe der 60 Ausbildungsplätze.

Durch die Möglichkeit des veränderten Einstiegs in das Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher sollen zusätzliche Bewerber gewonnen werden. Thüringen reagiert mit dem PiA-TH-Modellprojekt auf den stetig steigenden Fachkräftebedarf und schafft eine Basis für gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen. Nun beginnt das zweite Ausbildungsjahr des Erprobungsprojektes. Die notwendigen Verfahrensvoraussetzungen sind geschaffen. Das Antragsverfahren steht. Die Träger von Kindertageseinrichtungen können ab sofort die Förderung beantragen. Das Besondere dabei: Das Verfahren wird weitgehend digital über das neue Thüringer Antragsmanagementsystem für Verwaltungsleistungen (ThAVEL) abgebildet.

Bildungsminister Helmut Holter: „Damit die gute Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote in den Thüringer Kindergärten erhalten bleibt, müssen wir in die Ausbildung der Fachkräfte investieren. Alle Branchen werben um Nachwuchs, da dürfen wir im Bereich der frühkindlichen Bildung nicht hinterherhängen. Ein Baustein ist die Vergütung während der Ausbildung zum Erzieherberuf.“

Kern des Projektes ist die Erprobung der vergüteten praxisintegrierte Ausbildung anhand von zwei Ausbildungsjahrgängen im Bereich der Kindertagesbetreuung.

Die Finanzierung des ersten Ausbildungsjahrgangs 2019/2020 ist im Rahmen der Fachkräfteoffensive des Bundes sowie mit einer Kofinanzierung durch den Freistaat Thüringen sichergestellt.

Ursprünglich sollte auch der zweite Ausbildungsjahrgang 2020/2021 auf diesem Wege finanziert werden. Allerdings hatte der Bund zwischenzeitlich seine Finanzierungszusage zurückgezogen. In dieser Situation hat die Landesregierung entschieden, das Modellprojekt trotzdem fortzusetzen und die Kosten aus dem Thüringer Landeshaushalt zu bestreiten. Im Ergebnis können an den drei beteiligten Fachschulen 60 Plätze für den zweiten Ausbildungsdurchgang 2020/2021 bereitgestellt und gefördert werden. Beteiligt sind das Staatliche Berufsbildungszentrum „Ernst Arnold“ Greiz-Zeulenroda, die Marie-Elise-Kayser-Schule Erfurt und die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales Meiningen.

Das Land erstattet den Trägern für die drei Ausbildungsjahre die Vergütung der Fachschülerinnen und Fachschüler. Im ersten Jahr beträgt diese Erstattung bis zu 1.450 Euro, im zweiten Jahr bis zu 1.614 Euro und im dritten Jahr bis zu 1.800 Euro im Monat. Zudem werden Zuschüsse für die Praxisanleitung gewährt und Qualifizierungen für Mentorinnen und Mentoren ermöglicht.

Die Förderrichtlinie, weitere Informationen sowie der Link zum Antragsverfahren finden sich unter dem Stichwort PiA-TH auf
https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/projekte

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