Nachts allein im Wald – Mit Taschenlampe zur Achtermannshöhe 924m ÜNN

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Wandern im Harz macht Spaß! Im Dunkeln ist es allerdings nicht unbedingt etwas für Jedermann. Ganz allein im Dunkeln durch die Harzer Wälder zu laufen, das musste ich ausprobieren.

Hier ein paar Tipps für alle Anfänger in Bezug auf das Nachtwandern:

– Lauft am besten eine Route, welche ihr bereits schonmal im hellen bewältigt habt.
– Eine zweite Taschenlampe als Reserve ist von Vorteil.
– Packt euch ausreichend warme Kleidung in den Rucksack. Selbst jetzt im Hochsommer
fallen die Temperaturen besonders in Wasser- u. Moorgegenden sehr rasch ab.
– Behaltet im Vorfeld den Wetterbericht im Auge. (Bezüglich Wind, Regen, Gewitter,
Unwetter!)
– Solltet ihr euren Startpunkt der Wanderung mit dem Auto anfahren: Stehts
bremsbereit sein und die Geschwindigkeit der Dunkelheit anpassen. Ich hatte nur auf
der B4 zwischen Hohegeiß und Rothesütte 4 Hirschkühe und 3 Füchse gezählt. Also
Obacht geben.
– Unbedingt festes Schuhwerk tragen.

22 Uhr war der Startschuss und es ging mit dem Auto zum Wanderparkplatz direkt an der B4 bei Königskrug. Die Wandertour war ausführlich geplant und mit gepacktem Rucksack ging es in Richtung Achtermann. Der kurze (aber steile und schwierige) Weg sollte es sein. Bereits wenige Meter vom Auto entfernt lernte ich die erste Lektion beim Nachtwandern: Nicht aufs Handy schauen beim Wandern! Die erste große Pfütze lauerte im Dunkeln auf mich und bescherte mir für den Rest der Nachtwanderung nasse Füße.

Eigentlich wollte ich den Sternenhimmel und die Sternschnuppen sehen. Leider war letzte Nacht, in der Zeit wo ich oben auf dem Achtermann war in nordwestlicher Richtung ein Gewitter.

Die Wetterleuchten und der aufsteigende Nebel machte es mir diesmal echt schwer mit dem Fotografieren. Trotz alle dem habe ich die Perseiden gesehen, die Milchstraße über dem Brocken geknipst und gegen 1.20 Uhr den aufgehenden Mond im Wolkengewand hinter dem Brocken gesichtet.

Gegen 1.30 fiel die Temperatur so rasch, dass die Kamera, der Rucksack und sonst alles von einer auf die andere Minute komplett Nass waren und ich nach jedem Bild das beschlagene Objektiv trocken wischen musste. Die Luftfeuchtigkeit war so rasant angestiegen dass man beim Atmen wie die Harzquerbahn qualmte.

Abstieg ging dann vorsichtig über die nassen Wurzeln den schwierigen (kurzen) Weg zurück nach Königskrug, wie ich auch hoch gewandert war

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