NABU Thüringen fordert 20 Meter Uferrandstreifen als nachhaltigen Schutz für Gewässer

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„Mit der heutige Anhörung zum Thüringer Wasserwirtschaftsrechts ist der
Freistaat auf dem richtigen Weg, um den Schutz unserer Gewässer im Land
voranzutreiben“, sagt Martin Schmidt der Landesvorsitzende des NABU
Thüringen. Allerdings bleibt die Dimensionierung des Uferstreifens weit
unter der Breite von 20 Metern zurück, die nach wissenschaftlichen
Erkenntnissen am wirksamsten sogenannte diffuse Nährstoffeinträge aus der
Landwirtschaft reduziert. „Die allermeisten der Wasserkörper verfehlen immer
noch das Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten
Erhaltungszustand vorsieht. Und das besonders häufig wegen diffuser
Nährstoffeinträge“, kritisiert Martin Schmidt den Zustand der Thüringer
Gewässer. „Uferstreifen ohne Düngung sind besonders wirksam als Puffer gegen
Stickstoffeinträge und sollten an den großen Gewässern erster Ordnung 20
Meter breit sein. Um den Interessen der Landnutzung entgegen zu kommen, kann
die Breite an den kleineren Gewässern zweiter Ordnung auch nur 10 Meter
betragen. Will man Phosphateinträge reduzieren müssten in jedem Fall die
ersten 5 Meter dauerhaft mit Grünland oder besser Gehölzen bewachsen sein.“

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