NABU Thüringen bedauert, dass offenbar wieder ein Wolf Opfer des Straßenverkehrs im Freistaat geworden ist

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Jena – Wie das Kompetenzzentrum Wolf/Biber/Luchs des Thüringer Umweltministeriums heute meldete, wurde Mittwochnacht, am 19. Januar 2022 gegen 23.00 Uhr, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein männlicher Wolf auf der Autobahn BAB 4, beim Hermsdorfer Kreuz, durch einen Verkehrsunfall getötet.

Wenn es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, wäre dies der dritte Wolf, der auf Thüringens Autobahnen ums Leben gekommen ist. Den ersten toten Wolf fand man 2016 zwischen Schloßvippach und Großrudestedt auf der BAB 71, 2018 folgte der nächste bei Bad Klosterlausnitz auf der BAB 9 und jetzt dieser bei Hermsdorf auf der BAB 4.

„Der Straßenverkehr gilt, neben der illegalen Jagd, als eine der größten unnatürlichen Gefahren bei denen Wölfe in Deutschland ums Leben kommen. Vor allem Autobahnen werden immer wieder von den Tieren auf ihren weiträumigen Wanderungen gequert. Für den Bereich des Hermsdorfer Kreuzes hat der NABU bereits 2007 in seinem Bundeswildwegeplan einen Gefahrenschwerpunkt identifiziert und fordert dort den Bau von Grünbrücken“, sagt Silvester Tamás der Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf und Luchs beim NABU Thüringen. „Grünbrücken können nicht nur Tiere vor schwerwiegenden Folgen des Straßenverkehrs schützen und ihnen beim Wandern helfen, sondern im Ernstfall auch Menschenleben retten.“

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