NABU freut sich über ersten Wolfsnachwuchs Thüringen

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Jena – Nun ist es amtlich. Die heute vom Thüringer Umweltministerium bestätigten Bilder zum ersten echten Wolfsnachwuchs lösten beim NABU Thüringen große Erleichterung und Freude aus. „Nach 150 Jahren ist nun der Nachweis von echtem Wolfsnachwuchs aus der Verpaarung zwischen einem Wolfsrüden und der Ohrdrufer Wölfin erbracht“, freut sich Silvester Tamás der Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf beim NABU Thüringen. „Vermutet haben wir das schon lange. Die Kamerafallenbilder mit dem Wolfsnachwuchs haben nun aber die notwendige Klarheit gebracht. Die Bilder zeigen uns, wie notwendig unsere Schutzbemühungen für jeden einzelnen Wolf im Freistaat sind. Thüringen ist damit auf einen guten Weg, die auf europäischer Ebene geforderten Bemühungen zur Förderung einer gesunden Wolfspopulation auch im Grünen Herzen Deutschlands konkret umzusetzen. Damit hat nun auch Thüringen endlich sein erstes Wolfsrudel.“

Das Nachweisgebiet des Wolfsnachwuchses liegt in einem Natura 2000-Schutzgebiet im Bereich des militärisch genutzten Standortübungsplatzes „Gotha-Ohrdruf“. Um hier die Interessen des Wolfsschutzes mit der Weidetierhaltung in Übereinklang zu bringen, hat das Thüringer Umweltministerium in der Region ein Pilotprojekt für den Einsatz von Herdenschutzhunden auf Schafweiden gestartet. Bislang blieben die Schäfer, die dort Herdenschutzhunde einsetzen, von Übergriffen durch Wölfe verschont. „Ein Erfolg, der auf weitere Schäferbetriebe übertragen werden könnte und sollte“, so Silvester Tamás vom NABU Thüringen. Die Anschaffung und der Unterhalt von Herdenschutzhunden wird im Rahmen des Projektes bis zu 100 Prozent übernommen. Beratungen für den Herdenschutz bietet das beim Thüringer Umweltministerium angesiedelte Kompetenzzentrum Wolf, Luchs und Biber.

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