Mit Sieg in die neue Saison gestartet

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Der Thüringer HC gewann das erste Auswärtsspiel der Saison gegen die Kurpfalz Bären in Ketsch mit 30:22 (15:9). Vor 150 zugelassenen Fans der Gastgeberinnen fuhr das Team um Trainer Herbert Müller die ersten beiden Punkte ein. Beste Werferin für die Kurpfalz Bären war Lara Eckhardt mit acht Toren. Emma Ekenman-Fernis erzielte sechs Treffer für den THC.

Endlich, die Saison 2020/21 begann für den Thüringer HC gegen die Kurpfalz Bären in der Ketscher Neurotthalle. Den ersten Wurf auf das THC-Tor lenkte eine über weite Teile des Spiels sicher agierende Petra Blazek, neben ihr Gehäuse. Auf der Gegenseite scheiterten die Gäste an Johanna Wiethoff im Ketscher Tor. Fast vier Minuten brauchte es, ehe Lydia Jakubisova von der rechten Außenbahn das erste Tor der Partie zum 1:0 für die Thüringerinnen erzielte. Im Gegenzug glich Rebecca Engelhardt aus und Lena Feiniler legte zur Führung der Bären nach. Den Ausgleich verwandelte Emma Ekenman-Fernis von der Strafwurflinie (2:2, 6. Spielminute). Die Bären gingen in der Abwehr offensiv und selbstsicher zur Sache, in der Folge kassierte Lara Eckhardt die erste Zeitstrafe. Im Überzahlspiel netzte Kerstin Kündig zur 2:3-Führung ein.

Der Thüringer HC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und baute konzentriert sein Angriffsspiel auf. Ein sehenswerter Pass von Kerstin Kündig auf Josefine Huber brachte den THC mit 5:3 in Führung. Lena Feiniler scheiterte nach zwölf Minuten an Petra Blazek. Den zweiten von insgesamt vier Strafwürfen verwandelte die Schwedin Emma Ekenman-Fernis zum 3:7. Adrian Fuladdjusch zog für Ketsch die grüne Karte und rief sein Team zur Auszeit.

Josefine Huber griff in der 14. Minute hart zu und musste für zwei Minuten auf die Bank. Den Freiwurf schloss Saskia Fackel aus dem Rückraum mit dem Treffer zum 4:7 ab.

In den Reihen des THC lief noch nicht alles rund und so bat Herbert Müller in der 16. Spielminute zum Team Timeout an die Seitenlinie. Die Schwächen im Umschaltspiel der Gäste nutzte Lara Eckhardt und lief sich frei, um mit viel Platz zum 5:7 zu verkürzen. Auch die TSG Ketsch musste dem Druck der Gäste nachgeben und so erzielte Josefine Huber, die den Ball mit einer Hand annehmen konnte, die erste Fünf-Tore-Führung (5:10 – 19. Minute).
Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff führten die Gäste mit sieben Toren, Marketa Jerabkova erhöhte zum 7:14. Kleine Unsicherheiten und aufkommende Hektik im Spielaufbau überbrückte der THC durch Herausnahme des Tempos, um sich neu zu ordnen. Auf das 7:15 antworteten die Bären sofort und legten innerhalb von 30 Sekunden zweimal nach. Cara Reuthal und Lara Eckhardt nutzten die Chancen in der letzten Minute der ersten Hälfte, um zum Halbzeitstand von 9:15 zu verkürzen.

Zwei Minute nach dem Anpfiff zur 2. Halbzeit verkürzte Rebecca Engelhardt zum 10:15, aber Mariana Lopes antwortete für die Gäste sofort. Die Kurpfalz Bären bemühten sich immer wieder, die Lücken in der THC-Abwehr zu finden und so ihre Chancen aus dem Rückraum zu nutzen. In den ersten sechs Minuten baute der Gast aus Thüringen die Führung zum 18:12 aus. Die Bären griffen immer wieder beherzt, zum Teil übermotiviert in der Abwehr zu. Innerhalb von 14 Sekunden schickten die Unparteiischen zwei Ketscher Spielerinnen auf die Bank. Nina Neidhart netzte nach sehenswertem Eins-gegen-Eins-Spiel zum 12:19 ein. Ketsch nahm seine zweite Auszeit.

Hinter der Abwehr parierte einmal mehr Petra Blazek im Thüringer Tor, vorn erhöhte Beate Scheffknecht zum 14:23. Noch lief nicht alles rund beim Thüringer HC. Dass die Vorbereitung holpriger als in den letzten Jahren verlief, merkte man der Mannschaft an. Nicht alle Spielzüge klappten im Angriff und in der Abwehr fehlte es noch an Abstimmung. Ketsch musste den THC zwar auf neun Tore davon ziehen lassen, kam jedoch seinerseits zu einfachen Toren. In der 53. Minute nahm Herbert Müller beim Stand von 17:25 die letzte Auszeit.

Vier Minuten waren noch zu spielen,18:25 stand auf der Anzeigetafel, als Adrian Fuladdjusch seine letzte Auszeit für die Kurpfalz Bären nahm. Ketsch bäumte sich nochmal auf, der THC antwortete auf die Tore der Gastgeberinnen und kontrollierte so die Schlussminuten. Nach einem Tempogegenstoß, den Emma Ekenman-Fernis zum 21:29 abschloss, sah Rebecca Engelhardt die rote Karte. Ihre Klasse bewies THC-Neuzugang Asli Iskit in der letzten Minute. Erst täuschte sie ein Zuspiel auf die Außenposition zu Ina Großmann an und befreite sich so von ihrer Gegenspielerin, um dann selbst zum 22:30-Endstand abzuschließen.

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Stimmen:

Herbert Müller (THC): Wir haben heute ein kampfbetontes Spiel gesehen. Ketsch hat sich ordentlich verkauft. Wir haben gefightet bis zum Schluss. Ketsch hat gut dagegen halten. Wir haben heute noch viele Fehler gemacht. In so einem Spiel geht es aber auch nicht um schön spielen, sondern darum die Punkte mitzunehmen und das haben wir geschafft.

Statistik:

Kurpfalz Bären: Leonie Moormann, Johanna Wiethoff; Sina Michels, Lena Feiniler 2, Jule Haupt 1, Samira Brand, Sophia Sommerrock 2, Lea Marmodee, Saskia Fackel 3/1, Cara Reuthal 1, Amelie Möllmann, Elena Fabritz 2, Rebecca Engelhardt 3, Lara Eckhardt 8.

Thüringer HC: Laura Kuske, Marie Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes 1, Emma Ekenma-Fernis 6/4, Beate Scheffknecht 2, Anouk Nieuwenweg, Asli Iskit 3, Ina Großmann, Arwen Rühl 1, Kerstin Kündig 4, Lydia Jakubisova 4, Nina Neidhart 2, Marketa Jerabkova 4, Josefine Huber 3.

Strafwürfe: 1/1 – 4/4.

Zeitstrafen: 7 – 5.

Disqualifikation: Rebecca Engelhardt (58:28 – 3. Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Julian Köppl/Denis Regner.

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