Mit einem Sieg eine starke Rückrunde beenden

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Die Saison 2020/21 geht am Samstag, 18:00 Uhr in der Salza-Halle, mit dem 30. Spieltag der HBF für den Thüringer HC zu Ende. Einige coronabedingte Nachholspiele ziehen sich noch bis zum 27. Mai hin. Dabei treffen der TSV Bayer 04 Leverkusen und die SG BBM Bietigheim noch in Hin- und Rückspiel aufeinander und die HSG Blomberg-Lippe muss noch nach Dortmund. Für den THC geht nach zuletzt neun Heimsiegen und mit bisher 24: 4 Punkten eine erfolgreiche Rückrunde in dieser stressigen Corona-Saison zu Ende. (Saison)Rückblick: Das hat gestern super geklappt, Ziel erreicht, Deckel auf Platz fünf gemacht. Vierter könnte der THC auch noch werden. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Es war eine durchwachsene Saison. Auf eine mit 17:13 Punkten enttäuschende Hinrunde mit vermeidbaren Niederlagen gegen Bensheim,/Auerbach, Neckarsulm, Leverkusen und den Buxtehuder SV folgte eine bärenstarke Rückrunde mit unerwarteten Siegen gegen die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen. Mit Platz fünf wurde das Saisonziel: EHF European League-Platz erreicht. Der Einzug ins OLYMP FINAL4 um den DHB-Pokal wurde knapp verpasst, das Viertelfinale der EHF European League verfehlt. Die von Corona gezeichnete erstmalige EHF European League war unter diesen Umständen nicht nur für den THC ein Fehlstart. Mit den Französinnen von Nantes Atlantique hatte sie einen verdienten Sieger.

Zum Abschluss der Saison gibt es beim Thüringer HC wieder einmal einen gewaltigen Umbruch. Während mit Iveta Koresova, Meike Schmelzer und Beate Scheffknecht gleich drei langjährige THC-Akteurinnen, die das Gesicht und die Schlagkraft des THC entscheidend bestimmt haben, abtreten bzw. pausieren, erhält die “alte Dame” des THC, Lydia Jakubisova in ihrem 40. Lebensjahr einen neuen Vertrag als Spielerin für alle Fälle und als Trainerin. Iveta Koresova bleiben neben ihren vier Meistertiteln, dem Pokalsieg von 2019 auch der Titel der ewig besten Werferin des THC mit 1.345 erzielten Toren in 231 Pflichtspielen. Sie war die Spielerin, die beim THC zur Weltklasse gereift, gleich zweimal in Folge 2017 und 2018 zur besten Spielerin der HBF gewählt wurde. Die höchste Würdigung, die im deutschen Frauenhandball vergeben wird. Das Gespann Herbert Müller und Iveta Luzumova/Koresova hat so gut funktioniert, dass sich darauf aufbauend die beste Frauenhandballmannschaft in Deutschland entwickelt hat. Iveta Koresova hat sich so beim Thüringer HC von der Vereins- und Geschäftsführung, den ehrenamtliche Mitwirkenden bis zu jedem einzelnen Fan einen ewigen Ehrenplatz in den Herzen der THC-Familie erobert. Meike Schmelzer hat sich von einem Talent aus der 2. Liga zu einer Stammspielerin in der deutschen Handballnationalmannschaft entwickelt. Sie war über all die Jahre die Zuverlässigkeit in Person und der Prototyp für Fleiß und Einsatzbereitschaft, sie hat 243 Mal für den THC gespielt. Lydia Jakubisova ist die Akteurin mit der längsten Einsatzzeit beim THC, seit der Saison 2011/12 in Thüringer Diensten. Trotz zweier Kreuzbandrisse beim THC ist sie Rekordspielerin mit 292 Pflichtspielen, so viele wie keine andere. Sie bleibt THC-Handballerin und Trainerin. Bad Langensalza ist ihr eine neue Heimat geworden.Für sie gilt das Sprichwort von “älterem Wein, der immer besser wird”, denn nun hat sie nach längerer Pause wieder eine Einladung in die slowakische Nationalmannschaft erhalten. Da ihr nur noch etwa 50 Tore fehlen, wird sie in der nächsten Saison nach Katrin Engel und Iveta Koresova, die dritte THC-Spielerin mit mehr als 1000 Tore für den THC sein.

Beate Scheffknecht und Herbert Müller, das ist genauso ein Gespann, dass wie ein Uhrwerk funktioniert hat. 2008 und 2009 waren sie zusammen beim 1. FC Nürnberg, 2015 holte sie Herbert Müller zum THC und sie war trotz mancher Verletzung eine zielsichere Torschützin im linken Rückraum. Beates Tore haben den THC in so manchem engen Spiel am Ende gerettet, 162 Pflichtspiele bestritt sie für den THC, davon genau 100 Bundesligaspiele und 528 Tore warf sie für den THC.

Marketa Jerabkova nach einer und Marie Skurtveit Davidsen nach zwei Spielzeiten spielten sich in den Fokus der Begehrlichkeiten der europäischen Topklubs. So erhielten sie Top-Angebote bei zwei von den besten Champion League-Klubs. Vipers Kristiansand und CSM Bukarest werden die neuen Ziele der beiden. Der THC ist schon lange ein „Ausbildungsverein“ und das Können der Müller-Brüder brachte immer wieder Klasse Handballerinnen hervor. Es reichen kaum zwei Hände, um Handballerinnen aufzuzählen, die einst beim THC spielten und heute in der Weltklasse aktiv sind, wie beispielsweise Sonja Frey, Crina Pintea, Ana Gros, Alexandrina Barbosa, Martine Smeets, Danick Snelder oder aus jüngster Zeit Dinah Eckerle und Emily Bölk.

Die Vorfreude auf ein schlagkräftiges neues Team und eine proppenvolle Salza-Halle in der neuen Saison bestimmt die Stimmung am Schlusstag beim THC. Mit Lamprina Tsakalou kommt ein Handballvulkan, eine dynamisch spielverrückte Griechin ins Team, mit Kim Braun und Jennifer Rode haben wir künftig zwei deutsche Nationalspielerinnen, mit Rinka Dujidam eine holländische Weltmeisterin, mit der Südtirolerin Anika Niederwieser eine Heimkehrerin und Publikumsliebling, sowie mit der Dänin Annika Meyer eine ehemalige Bundesligaakteurin (VfL Oldenburg, Buxtehuder SV) im THC- Kader. Die Ungarin Luca Szekerczes, die Tschechin Dominica Zacharova machen das Team für die neue Saison konkurrenzfähig in der Liga.


Zum Spiel:

Herbert Müller stellt es an den Anfang: „Diese ehrgeizigen Frauen als Trainerinnen machen einem das Leben schwer. Die geben nie auf, kämpfen verbissen bis zum Schluss.“ Ein Kompliment an Tanja Logvin gestern Abend, aber auch für Tessa Bremmer bei den Vipers oder Heike Ahlgrimm bei Bensheim/Auerbach. Tessa Bremmer, die wir noch als Spielerin bei den Vipers kennen, führte ihr Team abseits der Abstiegsplätze sicher durch diese komplizierte Saison. Mit Platz 11 ist man weit auf der sicheren Seite. Zuletzt besiegte man, nach vermeidbaren Niederlagen gegen Göppingen und Halle-Neustadt, den Tabellendritten Blomberg-Lippe. Das ebnete dem THC den Weg zum möglichen Platz vier. Es wird erneut ein Kampfspiel und der THC will diese zwei Punkte. Die Vipers sind immer für eine Überraschung gut, das haben wir schon selbst spüren müssen. Lassen wir uns überraschen von Marketa Jerabkova und Co. Übrigens ist die auf Kurs zum neuen Torrekord der HBF mit jetzt 238 Treffern. Ihr fehlen nur noch neun. Vielleicht wirft sie die ja gegen die Vipers und entreißt den Rekord ihrer Mannschaftskameradin und Freundin Iveta Koresova mit 246 Toren aus der Saison 2017/18.

Zum Kader:
Keine Veränderungen zum Mittwochspiel.

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