„Mit dem Rad zur Arbeit“

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Mehr Teilnehmer, neue Regeln und der Superradler aus Jesewitz

Wie schon im Vorjahr wurde auch 2020 bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. In Sachsen und Thüringen registrierten sich diesmal über 23.000 Frauen und Männer, rund 2.500 mehr als 2019.

Einen neuen Rekord gab es auch bei den registrierten Teams, die bis zu vier Personen umfassen. Waren es 2018 noch 533, im Jahr 2019 insgesamt 1.300, so traten diesmal 1.535 Kleingruppen bei der Mitmachaktion der AOK PLUS und des ADFC an. „Ob der lukrative Hauptpreis, ein gemeinsames Raftingerlebnis inklusive Restaurantgutschein, oder der gemeinsame Spaß am Radeln so viele Teams zum Mitmachen bewegt hat, ist letztendlich egal“, sagt Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK PLUS. „Wir freuen uns einfach, dass die Aktion immer mehr Fahrt aufnimmt.“

Insgesamt legten die Teilnehmer in Sachsen und Thüringen mehr als 4,8 Millionen Kilometer zurück. Die gleiche Distanz mit dem Auto hätte einen Kohlendioxidausstoß von 950 Tonnen verursacht. Bundesweit beteiligten sich mehr als 264.000 Radler, die deutlich über 46 Millionen Kilometer bewältigten.

Auffallend ist, dass sich sowohl in Sachsen und Thüringen als auch bundesweit mehr Beschäftigte als in den Vorjahren beteiligten, sie aber insgesamt weniger Kilometer zurücklegten. „Wahrscheinlich haben sich coronabedingt viele Frauen und Männer dazu entschlossen, bei kurzen Arbeitswegen auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu verzichten und sind aufs Rad umgestiegen“, vermutet Strobel. „Es wäre natürlich schön, wenn sie das Radfahren auch künftig regelmäßig in ihren Alltag integrieren.“

Der Superradler der Region Sachsen/Thüringen war diesmal Michael Blank aus Jesewitz in der Nähe von Eilenburg. Der knapp 52-Jährige legte an 115 Tagen insgesamt 9.186 Kilometer zurück, also rund 80 Kilometer pro Arbeitstag. „Ich fahre schon seit August 2019 mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück“, sagt Blank. Bisher seien nun schon weit über 29.000 Kilometer zusammengekommen.

„Mit dem Rad zur Arbeit“ hat sich seit 2001 zur langlebigsten und größten Alltagsradfahraktion in Deutschland entwickelt. Die Arbeitnehmer und Studenten werden alljährlich aufgerufen, zwischen Mai und Ende August an mindestens 20 Arbeitstagen den Weg zum Betrieb bzw. zur Uni mit dem Fahrrad zurückzulegen. In diesem Jahr wurde die Aktion bis Ende September verlängert und es gab spezielle Regelungen für Beschäftigte im Homeoffice.

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