Mit dem Dampfsonderzug der Harzer Schmalspurbahnen durch den Brockenurwald zur neuen Sonderbriefmarke der Deutschen Post

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Wernigerode – Brocken. „Harz – Bergfichtenurwald“ – so lautet der Titel der attraktiven neuen Brocken-Briefmarke, die am gestrigen 9. August von der Deutschen Post gemeinsam mit den Harzer Schmalspurbahnen und dem Nationalpark Harz im Goethesaal auf dem Brocken der Öffentlichkeit übergeben wurde. Zahlreiche Ehrengäste wohnten dieser Briefmarkenvorstellung bei – Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Norbert Rosing, der Fotograf des Briefmarkenmotivs, der aus Kanada angereist war, und sogar der ehemalige Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der es sich als bekennender Philatelist nicht nehmen ließ, der Einladung auf den Brocken zu folgen. Sie waren es denn auch, die gemeinsam mit den Einladenden Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, die ersten druckfrischen Ersttagsbriefe der neuen Briefmarke aus der Hand von Susanne Graul, Deutsche Post AG, entgegennahmen.

Die neue Briefmarke wurde vom Bundesministerium der Finanzen als Sonderpostwertzeichen im Rahmen der Serie „Wildes Deutschland“ herausgegeben. Anlässlich der Erstausgabe richtete das Erlebnis-Briefmarken-Team der Deutschen Post auf dem Brocken eine Sonderpostfiliale ein, in der auch die Sonderbriefmarke, die beiden Sonderstempel sowie die limitierten Sonderbriefumschläge erhältlich waren. Eine Mitfahrt im Sonderzug war auch für alle anderen Interessierten möglich. Diese Gäste erhielten von der HSB ein philatelistisches Präsent – den limitierten Sonderumschlag mit exklusivem Stempel anlässlich „100 Jahre HSB-Dampflokomotive 99 5906“ und die Sonderbriefmarke „125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz“.
Die Rückfahrt vom Brocken erfolgte wiederum mit dem mit einer historischen Lokomotive bespannten Sonderzug. Die Gäste genossen das überwältigende Panorama des Nationalparks Harz sowie den phantastischen Ausblick bis weit ins Vorland und auf die Nationalparkwälder, die sich im Umbruch befinden. Alte Fichten sterben ab, die neuen Bäume folgen jedoch schnell und so bietet der Bergfichtenurwald am Brocken immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Genau das zeigt die neue Briefmarke – der Wald ist im ständigen Wandel und die alten Fichten sind das Keimbett der neuen Waldgeneration in der Kernzone des Nationalparks. Genau dieser Wald ist das verbindende Element von Harzer Schmalspurbahnen und des Nationalparks Harz – und er muss immer wieder aufs Neue erklärt werden, denn ein Nationalparkwald ist kein normaler Wirtschaftswald, sondern entwickelt sich nach den Regeln der Natur. Er ist also immer wieder eine Reise wert – auch mit der Brockenbahn!

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