Mit Auswärtssieg das Jahr beendet

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Einen wichtigen Auswärtssieg und somit zwei Punkte nimmt der Thüringer HC mit ins neue Jahr. Mit 28:26 (17:12) gewann der Thüringer HC gegen die Sport-Union aus Neckarsulm.
Nach einigen Problemen zu Beginn der Begegnung übernahm der THC, Mitte der ersten Halbzeit die Führung und verteidigte diese routiniert bis zum Schlusspfiff. Besonders beiden Torfrauen, Laura Kuske (THC) und Sarah Wachter (SUN), war es zu verdanken, dass sich keine Mannschaft vorentscheidend absetzen konnte. Beste Werferinnen der Begegnung waren Irene Espinola Perez (SUN) und Lamprini Tsakalou (THC) mit je sieben Treffern.

Zum letzten Spiel des Jahres reiste der Thüringer HC mit Personalnot im Tor nach Neckarsulm.
Die Torfrau der Gastgeberinnen erwischte einen Traumstart. Vier Angriffe in Folge parierte Sarah Wachter eh in der 3. Minute der erste Treffer der Begegnung im Thüringer Tor landete. Zwei weitere Minuten brauchte es, bis Lamprini Tsakalou zum 2:1 einnetzte. Der THC versuchte aus der Abwehr heraus ins schnelle Spiel zu kommen. Zu Beginn der 8. Minute glich Josefine Huber zum 3:3 aus. Langsam fanden die Gäste ins Spiel. Die Schwäbinnen verteidigten offensiv und störten früh. Sarah Wachter verhinderte mit sehenswerten Paraden die THC-Führung und so gelang Lamprini Tsakalou nach elf gespielten Minuten die erste Führung, doch Neckarsulm glich sofort aus – 5:5. Ruhig und konzentriert versuchte der THC über die zweite Welle sein Spiel aufzubauen. Anika Niederwieser gelang die erste Zweitoreführung zum 5:7. Die offensive Abwehr der Gäste zeigte Erfolg und so nahm Trainerin Tanja Logvin noch vor dem Ende der 15. Spielminute die erste Auszeit. Auf den Anschlusstreffer von Irene Espinola Perez antwortete Dominika Zachova mit dem achten THC-Tor. Von der Strafwurflinie scheiterte Asli Iskit an einer glänzend reagierenden Sarah Wachter. Nicht einmal eine Minute später trat Kerstin Kündig im direkten Duell gegen Sarah Wachter an und erhöhte zum 9:7 aus Thüringer Sicht. Nach den vielen liegengelassenen THC-Chancen gleich zu Beginn des Spiels, ging es beim Stand von 8:9 in die letzten neun Minuten der ersten Halbzeit. Doch erst bat Herbert Müller sein Team an die Seitenlinie. Neckarsulm glich aus und Sarah Wachter zeigte erneut ihre Klasse. THC-Torhüterin Laura Kuske stand ihrem Gegenüber in nichts nach. Johanna Stockschläder hielt ihre Mannschaft im Spiel und verkürzte zum 10:11, doch Asli Iskit antwortete sofort. Kerstin Kündig legte erneut vor und so ging es mit einer knappen 13:11-THC-Führung in die Schlussphase. Lydia Jakubisova spielte ihre ganze Erfahrung aus und schloss einen Tempogegenstoß erfolgreich ab und Anika Niederwieser legte im nächsten Angriff nach.
Bis zum Pausenpfiff bauten die Gäste in Unterzahl ihre Führung auf fünf Tore zum 12:17 aus.

In Unterzahl, Josefine Huber musste noch ihre Zeitstrafe aus der ersten Halbzeit absitzen, startete der Thüringer HC in die zweite Spielhälfte. Dem schnellen Treffer des THC folgte die ebenso schnelle Antwort zum 13:18 noch vor Ablauf der 32. Minute. Erneut war es Kerstin Kündig vorbehalten an die Strafwurflinie zu treten, der Ball landete sicher im Netz. Beide Teams agierten offensiver in der Abwehr, Kerstin Kündig fand ihre Lücke und markierte das 20. Tor für die Gäste. Die Ex-Bietigheimerin Nele Reimer setzte sich durch und verkürzte zum 16:20. Nach einem Lattenknaller von Dominika Zachova nutzten die Hausherrinnen ihre Chance und holten weiter auf. In der 38. Minute der nächste THC-Strafwurf.Wechsel im Tor der SUN, doch Isabell Cristina Figueira de Gois konnte den Treffer zum 18:21 durch Kerstin Kündig nicht verhindern. Der THC versuchte nun Ruhe in das immer hektischer werdende Spiel zu bringen. Im Tor parierte Laura Kuske so einige Würfe auf ihr Tor, was ein weiteres Herankommen der Sport-Union zunächst verhinderte. Knapp zwölf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt als Tanja Logvin reagierte und die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts ablegte. Eine Minute später netzte Nele Reimer per Siebenmeter zum 19:22 ein. Josefine Huber kämpfte sich in der 44. Minute am Kreis frei und verwandelte zum 19:23. Neckarsulm legte im Doppelpack nach und ließ den THC nicht wegziehen. Herbert Müller nahm notgedrungen sein zweites Team Timeout. In die letzten 15 Spielminuten des Jahres 2021 ging es beim Stand von 21:23. Das Spiel war wieder offen und versprach Spannung bis zum Schlusspfiff. Johanna Stockschläder, die für die Sport-Union ein sehenswertes Spiel ablieferte, verkürzte zum 22:23. Elf Minuten standen noch auf der Uhr, Nele Reimer hatte mit einem weiteren Strafwurf die Chance auf den Anschlusstreffer. Laura Kuske bekam die Hand an den Ball und verhinderte diesen erfolgreich. Nach 51. Minuten lag der THC mit 25:22 in der Ballei-Sporthalle vorn. Anika Niederwieser musste auf die Bank und ihre zweite Zeitstrafe absitzen. Die Schwäbinnen nutzten das zu ihren Gunsten, Lamprini Tsakalou antwortete umgehend und sicherte die Dreittoreführung. Herbert Müller setzte weiter auf das Empty Goal und ersetzte die Torhüterin im Angriff durch eine weitere Feldspielerin. Die letzten fünf Minuten begannen, der THC verteidigte seine knappe Führung. Wieder mussten die Gäste ein Unterzahlspiel überstehen, Asli Iskit wurde zum Zuschauen auf die Bank geschickt. Beide Teams verfielen in Hektik und blieben ohne Torerfolg, dem THC konnte es beim Stand von 25:28 nur Recht sein, die Uhr tickte für die Gäste. Das letzte Team Timeout von Herbert Müller in der letzten Minute sicherte seiner Mannschaft den Ball und somit den knappen 28:26-Auswärtssieg.

Statistik:
Sport-Union Neckarsulm: Isabel Christina Figueira de Gois, Sarah Wachter; Selina Kalmbach, Sharon Nooitmeer 1, Svenja Mann, Nathalie Hendrikse 2, Johanna Stockschläder 5, Nele Reimer 5/1, Irene Espinola Perez 7, Jill Kooij 3, Sophie Lütke, Lucie-Marie Kretschmar 3.

Thüringer HC: Laura Kuske, Carmen Berndt; Annika Meyer, Yuki Tanabe, Dominika Zachova 2, Asli Iskit 1, Lucy Gündel, Anika Niederwieser 4, Lamprina Tsakalou 7, Kerstin Kündig 6/3, Lydia Jakubisova 3, Johanna Reichert, Kim Braun, Jennifer Rode, Josefine Huber 4, Miranda Schmidt-Robben 1.

Strafwürfe: 1/2 – 3/4.

Zeitstrafen: 3 – 6.

Zuschauer: 500.

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen.

Bericht: Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann.

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