Mehr als nur ein Job – Thüringer Lehrkräfte werben auf Großflächenplakaten für ihren Beruf

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Mit vier neuen Gesichtern wirbt die Lehrergewinnungskampagne ab 30. Juli 2021 wieder landesweit auf Großflächenplakaten für den Lehrerberuf in Thüringen.

Die Motive zeigen Lehrkräfte verschiedener Schularten, die abseits der großen Städte im Freistaat unterrichten und ihre Begeisterung für den Beruf zum Ausdruck bringen: einen Mathematiklehrer aus Guthmannshausen, eine Sportlehrerin aus Teichwolframsdorf, einen Musiklehrer aus Hermsdorf und einen Informatiklehrer aus Pößneck. Präsentiert werden die Motive an 114 Thüringer Standorten in Altenburg, Apolda, Arnstadt, Bad Langensalza, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Hermsdorf, Ilmenau, Jena, Leinefelde-Worbis, Meiningen, Mühlhausen, Pößneck und Sömmerda.

Lehrkräftegewinnung beginnt bereits in der Berufsorientierung. Mit den neuen Motiven sollen neben qualifizierten Seiteneinsteigenden insbesondere junge Menschen für ein Lehramtsstudium begeistert werden. Interessierte können sich zum Teil noch bis Mitte September 2021 für die zulassungsfreien Lehramtsstudiengänge an den Thüringer Hochschulen bewerben.

Bildungsminister Helmut Holter: „Lehrerin oder Lehrer sein, das ist mehr als nur ein Job. Das haben unsere Lehrkräfte in den vergangenen Monaten mit unschätzbarem Einsatz unter Beweis gestellt. Aber auch unsere Schülerinnen und Schüler von Morgen brauchen Lehrkräfte, die ihren Beruf als Berufung verstehen und mit Engagement und Herzblut in der ersten Reihe stehen. Wir werden deshalb auch weiterhin alles daransetzen, um qualifizierte Lehrkräfte für den Thüringer Schuldienst, insbesondere auch für den ländlichen Raum, zu gewinnen. Die anstehende Plakatwelle ist an dieser Stelle bloß eine von mehr als 100 Einzelmaßnahmen, die in diesem Jahr umgesetzt werden. Wir haben gute Erfahrungen mit den Plakatierungen gemacht. Sie erhöhen kurzfristig die Aufmerksamkeit stark, so dass am Schuldienst Interessierte die bestehenden Kanäle nutzen, um sich über ihre Einstellungsmöglichkeiten zu informieren. Das ist gerade jetzt in der Haupteinstellungsphase besonders wichtig.“

Zum 1. August 2021 konnten rund 150 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter für den Thüringer Schuldienst gewonnen werden. Die Zahl der Einstellungen in den Vorbereitungsdienst liegt damit in diesem Jahr bei bislang 400. Noch bis 30. September 2021 sind Bewerbungen für den Einstellungstermin am 1. Februar 2022 möglich. Dazu Bildungsminister Helmut Holter: „Auf die Anwärterinnen und Anwärter warten spannende und intensive Ausbildungsjahre. Ich wünsche ihnen, dass sie in den Kollegien gut aufgenommen werden und im Alltag als Lehrkraft die notwendige Unterstützung und Rückendeckung erhalten, um sich in alle Aufgaben und Anforderungen des Berufs einzufinden. Mögen Ihnen die kreativen Ideen und die Begeisterung für die Anwendung neuer Methoden und Ansätze im Unterricht nie ausgehen, um Ihre Schülerinnen und Schüler zu erreichen.“

Hintergrund:

Um dem gestiegenen Einstellungsbedarf Rechnung zu tragen, startete der Freistaat Thüringen im Jahr 2019 eine Lehrergewinnungskampagne. Diese fußt auf einem ganzheitlichen Ansatz, der neben der Erhöhung der Einstellungszahlen, aus der Anpassung der Rahmenbedingungen – Wiedereinführung der Verbeamtung, Besoldungserhöhung für Regel- und Grundschullehrkräfte, Öffnung des Seiteneinstiegs für allgemeinbildende Schulen, Wiedereinsatz von Hortnerinnen und Hortnern mit DDR-Lehrbefähigung an Grundschulen etc. – und der Professionalisierung des Personalmarketings für Lehrkräfte besteht. Die Kampagnenmaßnahmen reichen von Anzeigenschaltungen zur Berufsorientierung in Fachzeitschriften und Berufswahlmagazinen sowie Informationsveranstaltungen mit Thüringer Lehrkräften, über Schulportraits zur Bewerbung schwer zu besetzender Stellen bis hin zu gezielten Social-Media-Formaten.

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