Louiza Fernanda oder der Konflikt einer jungen Frau in der spanischen Revolution

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Gestern, am 18.11.2016, durften wir die Premiere von „Louiza Fernanda“ im Theater miterleben… Nur um es vorweg zu nehmen, es war grandios… Doch nicht so schnell. Zuerst ein paar Worte zur Geschichte…

Die Handlung spielt im vorrevolutionären Madrid 1868. Madrid ist nicht so, wie es heute ist… In der Altstadt lebt Arm und Reich nebeneinander. Das dies unweigerlich zu Spannungen führte, war vorprogrammiert. Louiza Fernanda wartete seit langem auf einen Mann,Javier Moreno, den sie liebt und der beim königlichen Hof Karriere macht. Die Revolutionäre versuchten ihn, bei seiner Rückkehr, als Anführer zu gewinnen. Doch wenn es so einfach wäre. Gleichzeitig wird Louiza von Vidal Hernando, einem Gutsbesitzer, umworben. Als dieser hört, dass sein „Rivale “ sich der Revolution angeschlossen hat, beschliesst er, sich sofort der Gegenseite anzuschliessen , um seinen Konkurrenten zu beseitigen. Im Laufe der Revolution kommt es zum Kampf, zum Verrat und schliesslich zum Untergang.

Nachdem die spanische Revolution beendet war, die Königin ins Ausland floh, entschloss sich Vidal Louiza zu heiraten… Doch so einfach ist das mit der Liebe nicht. Mitten in den Feierlichkeiten „platzt“ Javier Moreno, welcher heimlich aus Portugal über die spanische Grenze kam heirein und gesteht Louiza seine immer noch währende Liebe. Vidal erkennt, dass er hier keine Chance hat und gibt Louiza frei….

Es ist ein Stück, indem Leidenschaft, Humor, Intrigen, spanisches Temperament und Gesang zum Tragen kommen, die seinesgleichen suchen. Mit „Louiza Fernanda“ von Moreno Torroba bringt das Nordhäuser Theaterdieses südländische Feuer zum ersten Mal in deutscher Sprache auf die Bühne. Das Publikum wurde in die Ereignisse geschleudert und mitgerissen. Das Feuer der Darsteller übertrug sich regelrecht auf die Anwesenden. Tosender Beifall und 10 minütiger Applaus waren Zeugnis für die hervorragende Aufführung.

Jeder, der die Chance hat, diese Opertte, auch wenn man Operette nicht favorisieren sollte, zu sehen und erleben zu dürfen, sollte selbige auch nutzen.

Michael Caspari


(Fotos:Roland Obst)

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