Lesecafé in der Stadtbibliothek widmet sich am 3. November „Elias Canetti“

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Die Stadtbibliothek lädt am Mittwoch, dem 3. November 2021, um 16:00 Uhr, zum Lesecafé in die Stadtbibliothek ein. Zum Themenjahr „900 Jahre Jüdisches Leben in Thüringen und 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ wird sich an diesem literarischen Nachmittag Literaturfreund- und Kenner Bodo Seidel dem Literaturnobelpreisträger Elias Canetti widmen.

Elias Canetti gehört zweifellos zu den originellsten, aber auch eigensinnigsten Autoren deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Geboren 1905 in Rustschuk in Bulgarien, wuchs er in einem jüdisch-sephardischen Umfeld auf. Die Vorfahren der sephardischen Juden oder auch Spaniolen lebten im Mittelalter bis zu ihrer Vertreibung auf der spanischen Halbinsel. Nach ihrer Vertreibung ließen sie sich im Gebiet des damaligen osmanischen Reiches nieder. Viele lebten im Gebiet des heutigen Bulgarien. Als jüdischer Mensch ist Canetti trotz der furchtbaren Verfolgung ganz ohne Hass auf seine übrige Umwelt geblieben. Elias Canetti überlebte den Krieg in der Schweiz. Mit seinen Büchern lernt man die vielfältige und bunte Welt der sephardischen Juden in Osteuropa kennen, die durch die Nazis ausgerottet wurde. Es gelten die 3G-Regeln. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.

Der Eintritt ist frei.

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