Leistung stimmt – Ergebnis nicht

0

SVC Damen unter Wert geschlagen

Mit einem Heimspiel endete das vergangene Jahr der Südharzer Schmetterlinge, mit einem erneuten Heimdoppel begann das Jahr 2020 für die Nordhäuser Frauen in der Thüringenliga. Im Vergleich zum Vorjahr zeigten sich die Gastgeberinnen deutlich verbessert und stellten die Spitzenteams vom Geraer VC und vom VfB 91 Suhl II immer wieder vor Probleme. Am Ende reichte die couragierte Spielweise zu jeweils einem 1:3 gegen beide Kontrahenten, sodass die Damen des Südharzer VC weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz rangieren.
Direkt vom Anpfiff weg wehte ein ganz anderer Wind in den vier Wänden der KKS, entgegen der Erwartung von Trainer Jens Liebold setzte sein Team die Akzente auf dem Spielfeld. Eine 7:2 Führung wurde bis kurz vor Ultimo mit Freude am Volleyball verteidigt, die Angriffe der Damen aus Gera fanden immer wieder im SVC Block ihren Meister. In einer durchweg gleichwertigen Schlussphase beendete eine 5-Punkte Serie der Gäste aus Ostthüringen die Hoffnung auf den ersten Satzgewinn, die sich bietenden Chancen wurden nicht konsequent genug zum Punkterfolg genutzt. Davon unbeeindruckt zeigten Kapitän Janine Müller-Buntfuß, Jenny Feuerstein, Nadine Lehmann, Emelie Glahn, Corinna Hesse, Katharina Heinrich, Libera Laura Pezely, Annika Zawada und Stefanie Karnstedt auf der zweiten Etappe eine geschlossene Mannschaftsleistung und lieferten sich mit dem Favoriten ein Duell auf Augenhöhe. Eine ständig wechselnde Führung bot 30 Minuten Spannung auf dem Parkett, die Nordhäuser Damen meisterten alle schwierigen Situationen, wehrten zwei Satzbälle ab und sicherten sich ihrerseits den zweiten Abschnitt mit 29:27. Nach einem relativ deutlichen 19:25 im dritten Satz setzten die Nordhäuserinnen in der Folge die Vorgaben ihres Trainers weiterhin konsequent um. Mit viel Liebe und Engagement wurde um jeden Ball gekämpft und Rückstände ein ums andere Mal aufgeholt, nach 108 kurzweiligen Spielminuten fehlten am Ende des vierten Teilabschnitts (23:25) wiederum nur Nuancen und das Quäntchen Glück um sich für die gute Leistung zu belohnen.
In der zweiten Partie hatte der Tabellenführer von VfB 91 Suhl II gegen erneut stark aufspielende SVC Mädels ebenfalls mehr Mühe als erwartet. Bereits auf der ersten Etappe war lange Zeit kein Favorit auszumachen (14:14), am Ende des Satzes konnte man sich wiederum nicht belohnen, 25:22 zugunsten des Kontrahenten aus dem Thüringer Wald stand auf der Anzeigetafel. Warum die Suhlerinnen in der Tabelle ganz oben stehen zeigten sie im zweiten Satz, mit einer 12-Punkte Aufschlagserie waren alle Hoffnungen des SVC für eine Überraschung zu sorgen zu diesem Zeitpunkt unrealistisch. Dieser Umstand änderte sich mit einer taktischen Umstellung auf Seiten der Gastgeberinnen grundlegend auf der dritten Etappe. Jetzt gab es auf beiden Seiten kein Halten mehr, schier unendliche Ballwechsel mit spektakulären Aktionen sorgten für Freude bei den Zuschauern in der KKS. Bis zum 15:15 war kein Favorit auszumachen, in der Auszeit (21:24) fand Coach Liebold die passende Worte. Dass seine Mannschaft vor nichts und niemanden Angst haben muss wurde im Anschluss eindrucksvoll demonstriert, drei Matchbälle wurden abgewehrt und nach 38! kampfbetonten Minuten mit dem 28:26 Satzgewinn die couragierte Leistung vergoldet. Davon zeigte sich Suhl im vierten Satz gänzlich unbeeindruckt und hielt im Stile des Tabellenführers den Druck in allen Spielelementen konstant hoch, sodass die Südharzer Mädels beim Schlusspfiff letztlich ohne reelle Siegchance vom Spielfeld gingen. Trainer Liebold zog unterm Strich ein positives Fazit, hat der Spieltag doch gezeigt welches Potenzial in seinem Team steckt und was möglich ist. Jetzt gilt es diese Form zu konservieren, um im Rückspiel in Gera am kommenden Wochenende selbst als Sieger das Spielfeld zu verlassen

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*