Lebenserwartung 2017 in Thüringen: Leichter Rückgang bei neugeborenen Mädchen, leichter Anstieg bei neugeborenen Jungen

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Aus den Angaben der für den Zeitraum 2015/2017 berechneten Sterbetafel geht hervor, dass die Le-
benserwartung in Thüringen im Vergleich zum vorherigen Berechnungszeitraum 2014/2016 bei den
Frauen minimal zurückgegangen ist und bei den Männern minimal angest
iegen ist. Demnach wird nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik ein in Thüringen neugeborener Junge 77,24 Jahre alt (+0,04 Jahre im Vergleich zum Jahr davor), ein neugeborenes Mädchen kann mit einem Alter von 83,02 Jahren rechnen (-0,11 Jahre). Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Lebenserwartung bei neugeborenen Mädchen wie auch bei den Jungen seit rund 3 Jahrzehnten von Jahr zu Jahr angestiegen ist.
Trotz dieses leichten Rückgangs bei der Lebenserwartung neugeborener Mädchen stellen die für den Zeitraum 2015/2017 berechneten Werte im Vergleich zum Berichtszeitraum 1998/2000 eine Erhöhung
um 2,95 Jahre bei den Mädchen sowie um 3,74 Jahre bei den Jungen dar. Im Verhältnis zum Zeitraum
1988/1990 entspricht dies sogar einer Erhöhung um 6,99 bzw. 7,29 Jahre.
Im gesamtdeutschen Vergleich haben die in Thüringen neugeborenen Mädchen im Durchschnitt eine
um 0,16 Jahre geringere Lebenserwartung. 1998/2000 betrug dieser Rückstand noch 0,76 Jahre. Jun-
gen haben hingegen einen Rückstand von über einem Lebensjahr (-1,12 Jahre) im Vergleich zum gesamtdeutschen Durchschnitt. 1998/2000 betrug die Differenz bei neugeborenen Jungen -1,29 Jahre.
Über den allgemeinen Anstieg der Lebenserwartung dürfen sich aber auch die älteren Generationen
freuen. So hat sich seit 1988/1990 die Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes um 4,58 Jahre auf
nunmehr 17,32 weitere Lebensjahre erhöht. Gleichaltrige Frauen haben rein rechnerisch noch 20,78 Jahre vor sich, was einer Erhöhung um 5,19 Jahren entspricht. Darüber hinaus kann ab dem 80. Ge-
burtstag grundsätzlich noch von 7,61 weiteren Jahren bei den Männern bzw. 9,04 weiteren Jahren bei
den Frauen ausgegangen werden. Der bereits beschriebene Rückgang in der Lebenserwartung der
Frauen gegenüber der Sterbetafel 2014/2016 schlägt sich unter anderem auch in diesen Altersgruppen nieder.

Quelle:TLS

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