Langer Weg zum Erfolg – SVC Männer mit halber Punktausbeute

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Nach der längeren Spielpause konnten die Nordhäuser Volleyballer zum Auftakt des letzten Drittels der Saison auf den Heimvorteil bauen. Vor ungewohnter Kulisse der Wiedigsburghalle taten sich die Südharzer schwer und konnten erst im zweiten Anlauf durch ein klares 3:0 über den SV Wartburgstadt Eisenach ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Zuvor mussten sich die Gastgeber nach durchwachsener Leistung mit einem 1:3 gegen den SV Stahl Unterwellenborn zufriedengeben, trotz des Punktverlustes klettern die SVC Herren in der Tabelle der Thüringenliga einen Platz nach oben und stehen auf dem zweiten Rang.

Von Beginn an lief es auf Seiten der Hausherren nicht richtig rund, immer wieder brachte man sich durch unnötige Fehler selbst aus dem Konzept. Dennoch blieb es über die gesamte Dauer des ersten Satzes spannend, da sich die Nordhäuser immer wieder bis auf einen Zähler herankämpfen konnten. Bei den wichtigen Entscheidungen spielte wiederum der Fehlerteufel zu oft mit, sodass der erste Abschnitt 24:26 an die Gäste aus dem Thüringer Wald ging. Was auf Seiten des SVC möglich ist, wurde auf der zweiten Etappe deutlich. Plötzlich war der Schalter umgelegt, wie aus dem Nichts lief der Ball wie auf Schienen durch die Südharzer Reihen. Ehe sich Unterwellenborn versah, glichen die Hausherren durch ein souveränes 25:15 nach Sätzen aus.

Die Aufholjagd erwies sich jedoch schon wenige Minuten später als ein Strohfeuer, in den Teilabschnitten drei und vier verfielen die Nordhäuser wieder ins alte Muster. Immer wieder wurden kleine Fehler in die eigenen Spielaktionen eingebaut, was für den Rest der Partie eine gewisse Unsicherheit in allen Mannschaftsteilen des SVC erzeugte. Obwohl die Gastgeber fast permanent in Schlagdistanz zum SV Stahl waren, gelang es nicht die entscheidenden Punkterfolge des Gegners zu unterbinden. Unter diesen Vorrausetzungen musste man sich mit 23:25 im dritten und 21:25 im vierten Abschnitt denkbar knapp geschlagen geben. Im Anschluss der 109-minütigen Begegnung kommentierte Trainer Gryga die Niederlage wie folgt: „Nicht die verlorenen drei Punkte, sondern die nicht gute Leistung hat mich gestört.“

Nach der Pause zeigten Kapitän Chris Kampmeyer, Thomas Riemekasten, Andre Kretzschmar, Tobias König, Felix Loup, Rick Herbarth, Andreas Otten, Willy Suhr, Lars Hüser, Patrick Ohm und Libero Jaspar Gemperlein in der zweiten Tagesaufgabe gegen den SV Wartburgstadt Eisenach umgehend eine Trotzreaktion. Die mahnenden Worte des Trainers zeigten ihre Wirkung und auch jeder einzelne Akteur auf dem Spielfeld war bis in die Haarspitzen motiviert. Durch eine deutlich reduzierte Fehlerquote wurde der Gegner phasenweise schwindelig gespielt, einem klaren 25:20 auf der ersten Etappe folgte wenig später ein noch deutlicheres 25:15 in Abschnitt Nummer zwei.

Auch in schwierigen Spielsituationen behielten die eigesetzten Ergänzungsspieler die Nerven, das gesamte Team präsentierte sich als eine kompakte Einheit. Im abschließenden dritten Satz machte es der SVC bis zum 20:20 noch einmal unnötig spannend, bei den Big-Points ließ man jedoch nichts anbrennen. Durch das 25:22 nach insgesamt 74 unterhaltsamen Minuten wurde der ungefährdete 3:0 Erfolg endgültig besiegelt. Viel Zeit zum Aufarbeiten der Ereignisse bleibt den Nordhäuser Herren nicht, bereits nächste Woche steht die Auswärtsaufgabe beim Aufsteiger VC Jena 08 auf dem Plan.

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