Landkreis soll sicherer Hafen werden

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Am Dienstag reicht DIE LINKE einen Antrag in den Nordhäuser Kreistag
ein, der darauf abzielt, den Landkreis zum „Sicheren Hafen“ zu erklären.
„Als sicherer Hafen erklären wir uns als Landkreis einerseits dazu
bereit, Geflüchtete auch über den Verteilungsschlüssel hinaus aufnehmen
zu wollen, andererseits fordern wir auch die konsequente Bekämpfung von
Fluchtursachen“, erklärt Tim Rosenstock, Sprecher für Asyl- und
Migrationspolitik des linken Kreisverbandes, in einer aktuellen
Pressemitteilung. „Das Land Thüringen selbst und auch Erfurt sind da zum
Beispiel schon vorangegangen und haben sich unlängst zum sicheren Hafen
erklärt. Damit werden auch die Stimmen gestärkt, die Menschen in Not
helfen und Seehofers Blockadehaltung überwinden wollen“, so Rosenstock
weiter. „Gerade in den vergangenen Wochen dominierten immer wieder
Bilder des brennenden und völlig überfüllten Flüchtlingscamps in Moria
die Medien. Es ist eine Katastrophe und ein Versagen der Menschlichkeit,
dass diesen Menschen bisher nicht geholfen werden konnte“, ergänzt
Angela Hummitzsch, Mitglied des Integrationsbeirates des Landkreises
Nordhausen. „Doch nicht nur Moria zeigt, wohin die Abschottungspolitik
der EU und der Bundesregierung führen. Das Mittelmeer ist leider längst
zu einem Massengrab geworden. Allein 2019 sind dort etwa 1.900 Menschen
ertrunken bei dem Versuch in ein sicheres Land zu kommen“, fährt das
linke Kreistagsmitglied fort. „Gerade als ein Landkreis, der an anderer
Stelle einen Vorreiterposten einnimmt und sich um das Projekt als
weltoffene Kommune bemüht, ist es nun umso mehr unsere Pflicht,
humanitäre Hilfe zu leisten und anzuzeigen: Wir haben Platz im Landkreis
Nordhausen“, erklären die beiden Kreistagsmitglieder abschließend.

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