Landkreis beschliesst Kita-Bedarfsplanung. Mohr will neue Kita in Nordhausen

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Am Dienstag dieser Woche beschloß der Jugendhilfeausschuss des Landkreises die Kita-Bedarfsplanung für die Jahre 2017/18. Der Landkreis ist als Träger der Jugendhilfe verantwortlich für die Bedarfsplanung von Kita-Plätzen, die auf den Anmeldungen der Eltern und den Geburtenzahlen basiert.

„Mit der Bedarfsfeststellung werden wir den Interessen der Familien gerecht und stützen die Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung. Außerdem schaffen wir so verbindliche Planungsgrundlagen für die Gemeinden, die für die Schaffung der Plätze verantwortlich sind“, erläutert Alexander Scharff, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, den Beschluss.

Aus städtischer Sicht betrachtet Konstanze Keller-Hoffmeister, Vorsitzende des Nordhäuser Ausschusses für Generationen, Bildung und Sport den verabschiedeten Bedarfsplan: „Für die Stadt Nordhausen ergibt die Planung bis zu 170 fehlende Plätze. Das erleben auch viele junge Familien, die ihre Kinder bereits nach der Geburt in den Einrichtungen anmelden müssen. Die Bedarfsentwicklung wurde in den vergangenen Jahren in der Stadt offenbar verschlafen und das Platzangebot nicht an die Lebenswirklichkeit Nordhäuser Familien und vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angepasst.“ Die Bedarfsplanung des Landkreises spreche hier eine deutliche Sprache und schreibe der Stadt dringend die Neuschaffung von Betreuungsplätzen ins Stammbuch, ergänzt Keller-Hoffmeister.

Michael Mohr, OB-Kandidat der Linken, fordert daher ein Umdenken in der Kita-Politik. „Kinder brauchen Platz und Freiräume zum Spielen, Lernen und Wohlfühlen. Bei dem jetzt festgestellten Bedarf an Betreuungsplätzen lässt sich das über einfache Erweiterungen in bestehenden Einrichtungen nicht realisieren. Viele Kindertagesstätten platzen doch jetzt schon aus allen Nähten!“, stellt Mohr fest. „Junge Familien und vor allem Mütter müssen sich frei entscheiden können, ob und wann sie nach der Geburt wieder arbeiten möchten. Wir müssen dafür die Vorraussetzungen schaffen“, unterstreicht der Kandidat. Mit dem durch die rot-rot-grüne Landesregierung beschlossenen beitragsfreien Kita-Jahr ab 2018 werde der Bedarf außerdem noch wachsen, ist sich Mohr sicher. „Nordhausen braucht eine neue Kita und das möglichst zentral gelegen, damit alle Familien davon profitieren. Das hilft Eltern aus den Ortsteilen, die in der Stadt arbeiten genauso wie den Familien der Kernstadt. Das Land fördert die Neuschaffung von Plätzen im Moment mit mindestens 90% und diese Chance müssen wir nutzen!“ unterstreicht Mohr abschließend.

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2 Kommentare

  1. Tja Herr Mohr, dann sagen Sie doch wo genau eine Kita zentral errichtet werden soll! Kann die Stadt überhaupt diese restlichen 10% im Haushalt darstellen? Sind alle Kosten überhaupt görderfähig? Wer soll aus der Verwaltung so ein Vorhaben fachlich umsetzen? Viele viele unbeantwortete Fragen!!!

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