Kraftakt Thüringer Testsystem an Schulen

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Kraftakt Thüringer Testsystem an Schulen: Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen und DRK-Landesverbandspräsident Jörg Geibert würdigen Zusammenarbeit

Am heutigen Dienstag, 29. Juni 2021, haben Bildungsstaatssekretärin Dr. Julia Heesen und Jörg Geibert, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Thüringen, das Logistikzentrum des Thüringer Testsystems an Schulen besucht, Bilanz gezogen und zur weiteren strategischen Aufstellung des Testsystems beraten. Das Testsystem soll zunächst bis zum Schuljahresende und auch bis ins neue Schuljahr hinein fortgesetzt werden.

Seit der Umstellung des Thüringer Testsystems an Schulen auf Selbsttest und der Ausweitung auf alle Schülerinnen und Schüler nach den Osterferien wurden bisher im Erfurter Logistikzentrum über 5,1 Millionen Tests umgeschlagen. Das entspricht rund 10.000 gepackten Paketen oder aber rund 550 Europaletten. 4,7 Millionen Tests davon gingen an Schulen, die übrigen 400.000 an Kindergärten. Aktuell werden dort die Lieferungen für das Schuljahresende auf den Weg gebracht. Thüringen hat allein für diese 5,1 Millionen Tests 24,5 Millionen Euro investiert.

Dazu erklärt Staatssekretärin Julia Heesen: „Das Testsystem an Schulen in der Hochphase der Pandemie so erfolgreich aufgezogen zu haben, ist ein Kraftakt, dessen Gelingen wir maßgeblich auch dem Deutschen Roten Kreuz zu verdanken haben. Mit dem DRK als starkem Partner für Logistik und Beschaffung ist es gelungen, die Schulen nach kurzen anfänglichen Startschwierigkeiten – deren Ursachen nicht in Thüringen lagen – lückenlos und zuverlässig zu beliefern. Auch der später durch den Bund erlassenen Testpflicht konnten wir damit nachkommen. Die Testbereitschaft in Thüringen ist hoch. Das zeigt uns, dass die Selbsttests auch als Maßnahme des vorbeugenden Infektionsschutzes auf breite Akzeptanz stoßen. So können wir bis zu den Sommerferien und auch darüber hinaus mit dem Testangebot weitermachen. Allen, die diesen organisatorischen Kraftakt, das Kommissionieren, Verladen, Ausliefern und Aufklären über den Umgang mit den Tests, ermöglicht haben, gilt heute mein besonderer Dank. Gedankt sei an dieser Stelle aber auch noch einmal allen Thüringer Lehrerinnen und Lehrern, die die Selbsttests einfühlsam und routiniert beaufsichtigt haben. Auch das war wichtig im Pandemiemanagement. Ich blicke optimistisch in den Herbst, weil wir auch in Zukunft auf bewährte Partnerschaften setzen können und im Umgang mit der Pandemie viel gelernt haben.“

Jörg Geibert, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbands Thüringen, ergänzt: „In seiner auxiliaren Rolle als nationale Hilfsgesellschaft unterstützt das DRK die Behörden in den Bereichen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Mit unseren haupt- und ehrenamtlichen Unterstützungsstrukturen sind wir gut vorbereitet, jederzeit für die Bürgerinnen und Bürger in den Hilfseinsatz zu gehen. Daher war es uns zugleich Verpflichtung als auch ein großes Bedürfnis, mit der Verteilung der Testkits und Masken an Schulen und Kindergärten einen weiteren wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten.“

Der bestehende Vertrag mit dem Thüringer Roten Kreuz wird angesichts der fortdauernden Pandemie verlängert.

Um die Schulpflicht wieder umfassend durchzusetzen, wird nach der neuen Verordnungslage die Testpflicht an Thüringer Schulen ab Juli bis auf Weiteres wieder zu einem Testangebot. Damit bleibt das Testen wichtiger Baustein für mehr Sicherheit im Zusammenspiel der Maßnahmen nach dem TINA-Prinzip (Tests, Impfen, Nachverfolgung, AHA+L-Regeln). Mit dem Testangebot an Schulen besteht auch weiterhin ein engmaschiges Netz, um Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Hintergrund

Thüringen testet seit Schuljahresbeginn 2020/21 regelmäßig an Schulen und hat dabei stets die aktuell verfügbaren modernsten Methoden angewandt. Das Testsystem ist daher stets weiterentwickelt worden, sobald neue Technologien – zuerst Schnelltests, später Selbsttests – verfügbar waren. Waren zunächst Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher die Zielgruppe, ist das Testsystem seit Jahresbeginn 2021 sukzessive auch auf Schülerinnen und Schüler ausgeweitet worden. Auch die Inanspruchnahme der Tests stieg stetig. Mit Ende der Osterferien kann sich jede Schülerin und jeder Schüler zweimal pro Woche selbst testen. Der Bundestag hat am 21. April 2021 die sogenannte Bundes-Notbremse eingeführt. Sie ist am 23. April 2021 in Kraft getreten und ist gültig bis zum 30. Juni 2021. Mit dieser Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes wurden u.a. bundesweit einheitlich eine Testpflicht an Schulen festgelegt. Bei fehlender Einwilligung zur Durchführung der Testungen, wurden Schülerinnen und Schüler auch bei sinkenden Infektionszahlen weiterhin in Distanz beschult. Es gab thüringenweit im Juni lediglich rund 1.500 Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sich Tests verweigert haben und deren Kinder daher nicht in Präsenz beschult werden konnten.

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