Klima in der Veranstaltungsbranche schlechter als bei Dienstleistern insgesamt

0

München, 11. November 2021 – Das Geschäftsklima in der deutschen Veranstaltungswirtschaft ist in Corona-Zeiten deutlich schlechter als bei den Dienstleistern allgemein und in der Gesamtwirtschaft.

Das geht hervor aus dem neuen Index des ifo Instituts für die Branche auf der Basis von Antworten von rund 200 Firmen. Der entsprechende Wert der Branche lag im Oktober bei minus 2,2 Punkte. Die Dienstleister insgesamt lagen bei plus 16,5, die Gesamtwirtschaft bei plus 13,6 Punkten. „Die Veranstaltungsbranche erholt sich zwar, im September war der Wert bei minus 12,8, aber sie hängt immer noch weit zurück“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bezeichneten den Auftragsbestand im Oktober als schlecht.

Überwiegend hoffen die Firmen jedoch auf steigende Umsätze in den kommenden Monaten. Im Mai 2021 erhob das ifo Institut die Zahl erstmals. Damals lag der Wert der Veranstaltungsbranche weit tiefer, bei minus 37,5. Die Probleme während der Pandemie führten dazu, dass sich im Juni 70 Prozent der teilnehmenden Betriebe der Veranstaltungswirtschaft in ihrer Existenz bedroht sahen. Dieser Anteil lag erheblich über dem des gesamten Dienstleistungssektors (20 Prozent) und dem der deutschen Gesamtwirtschaft, wo im Juni etwa jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) seine Existenz gefährdet sah. Der Geschäftsklimaindex für die Veranstaltungswirtschaft wird weiter kontinuierlich ausgebaut und kann vom ifo Institut bezogen werden.

Die teilnehmenden Betriebe decken ein weites Spektrum ab, unter anderem fallen darunter Catering, PR, Gerätevermietung, Arbeitskräfteüberlassung, Security, Messeveranstalter, Kinos, Diskotheken, Theater und weitere Veranstalter. In der amtlichen Statistik taucht die Branche nicht auf. Diese Lücke wurde nun in Kooperation mit verschiedenen Verbänden durch gezielte Neuaufnahme von Umfrageteilnehmern geschlossen.

Share.

Leave A Reply

*