Kitaanbau in Niedersachswerfen geht in Betrieb

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Neubau bietet Platz für 30 Vorschulkinder. Kurze Bauzeit trotz Corona-Pandemie
Nach knapp sieben Monaten Bauzeit ist am Freitag der Anbau der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Niedersachswerfen offiziell eingeweiht worden. Groß gefeiert werden konnte wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht, die Freude war aber dennoch groß. „Ich bin den Baufirmen wirklich sehr dankbar, dass sie trotz der schwierigen Zeit den Neubau innerhalb dieser kurzen Zeit fertiggestellt haben“, sagte Kitaleiterin Petra Müller in einer Pressemitteilung der Gemeinde Harztor. Gerade jetzt, wo die Kinder in den kommenden kalten Monaten wieder mehr Zeit drinnen verbringen werden, sei der zusätzliche Platz wichtig.

Der Anbau wurde auf dem Kita-Parkplatz gebaut und an das Bestandsgebäude angeschlossen. Rund 450.000 Euro investierte die Gemeinde Harztor als Kitaträger, ein Großteil sind Fördermittel. Der Neubau bietet Platz für 30 Vorschulkinder ab fünf Jahren. Entstanden sind zwei Gruppenzimmer mit angeschlossenen Garderoben und Bädern. Auch ein Kinderbistro gibt es jetzt, damit die Mädchen und Jungen nicht in den Gruppenzimmern essen müssen. Die Räume sind reizarm gestaltet. Das heißt: nicht mehr Möbel und Spielzeug als nötig und ruhige Farben an den Wänden. „Die Kinder sollen so viel Platz wie möglich zum Spielen haben“, erklärt Petra Müller das Konzept.

Erst 2018 war das Bestandsgebäude saniert und um weitere Gruppenräume erweitert worden. Mit dem Anbau und dem Umbau hat sich der Platz in der Kita fast verdoppelt. Insgesamt können in Niedersachswerfen jetzt 145 Mädchen und Jungen ab einem Alter von einem Jahr in zehn Gruppen betreut werden. 19 Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in dem Haus.

Foto:S.Schedwill

„Jetzt sind wir hier mit den Bauarbeiten wirklich fertig. Die Kita ist ausreichend groß“, freute sich auch Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. In dieser Woche waren alle Genehmigungen für die Betriebserlaubnis bei der Gemeinde eingegangen. Der Neubau wurde nötig, weil die Vorschulkinder bis zuletzt in der Grundschule betreut wurden, die Schule diese Räume seit diesem Schuljahr aber wieder für den Unterricht benötigt. Grund sind gestiegene Schülerzahlen.

Auch das Kita-Umfeld wurde in den vergangenen Monaten neu gestaltet. Der frühere Parkplatz ist jetzt Innenhof. Der gepflasterte Platz soll langfristig ein Verkehrsgarten werden. Ein neuer, größerer Parkplatz ist am Außengelände der Kindertagesstätte entstanden.
Zu den wenigen Gästen zählten am Freitag neben Ortschaftsbürgermeisterin Katrin Schönemann auch die Architektin Petra Flagmeyer sowie Irina Rosenberger, die bei der Gemeinde Harztor für die Kindertagesstätten zuständige Mitarbeiterin.

Der Kindergarten besteht übrigens seit Oktober 1984. Damals waren allein in dem alten DDR-Bau 108 Kinder untergebracht. „Zeitweise waren es sogar 120 Kinder“, erinnert sich Petra Müller. So viele Kinder auf engem Raum – heute ist das zum Glück undenkbar.

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