Kennen Sie die Becker`sche Villa???

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Viele alte Nordhäuser Postkarten zeigen Aufnahmen der Becker`schen Villa. Die Villa Becker ist eine 1907/08 in der Osterstraße (heute Alexander-Puschkin-Straße) erbaute Jugendstilvilla, die mit ihrer Architektur glänzt und von einer schönen Parkanlage umgeben ist. Ein Turm, von welchem aus man einen faszinierenden Blick über die Stadt und die Umgebung bis hin zum Kyffhäuser hat, repräsentative Giebel und eine Terrasse zur Gartenseite verleihen dem Gebäude einen besonderen Charme. Die Villa wurde im Oktober 1926 von der Stadt erworben und anlässlich der 1000-Jahr-Feier Nordhausens im Mai 1927 als Städtisches Museum für Stilmöbel eingerichtet.

1934 siedelte das „Alte Museum“ vom Friedrich-Wilhelm-Platz in eine Villa am Gehege, in den „Lindenhof“ um, wo es bis 1938 auch als Heimatmuseum bezeichnet wurde. Während der Eröffnungsfeierlichkeiten des Lindenhof-Museums wurde das „Neue Museum“ offiziell in „Meyenburg-Museum“ umbenannt, nach dem Reformator und ehemaligen Nordhäuser Bürgermeister Michael Meyenburg.

Während der verheerenden Luftangriffe auf Nordhausen im April 1945 wurde das Museumsgebäude stark beschädigt. Nach Besetzung der Stadt durch amerikanische Truppen wurde Nordhausen für eine Woche zur Plünderung freigegeben. Bei diesen Plünderungen wurden die Sammlungsbestände des Städtischen Museums empfindlich dezimiert. Gleichzeitig mit etlichen Exponaten gingen die dazugehörenden Inventarlisten verloren, was auf sachkundige Einheimische als Täter schließen lässt. Auch große Teile der Nordhäuser Münzsammlung, insbesondere Stadtmünzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert gingen dabei verloren. Ebenso die historische Amtskette des Nordhäuser Oberbürgermeisters, die 2014 von der Stadt Nordhausen aus den USA zurückgekauft werden konnte und heute im Museum Flohburg ausgestellt wird.[1]

Nach mühevoller Kleinarbeit, die verbliebenen Sammlungsbestände des Museums wieder zusammenzuführen, und nach der schrittweisen Teilöffnung des Museums, beispielsweise für Besuche von Schülergruppen, wurde das „Meyenburg-Museum“ im Mai 1950 feierlich wiedereröffnet.(Wikipedia)

Heute trägt es den Namen Kunsthaus Meyenburg. Der prächtige Park und die Ausstellungen im Kunsthaus laden zum Verweilen und geniessen ein.

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