Keine neuen Corona-Infektionen festgestellt

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Seit über einer Woche hat das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen keine weitere Corona-Neuinfektion registriert. Damit liegt die Gesamtfallzahl für den Landkreis Nordhausen unverändert bei 64 Infektionsfällen. Die letzte Infektion wurde am Dienstag vergangener Woche festgestellt. Da im Zusammenhang mit den zuletzt festgestellten Corona-Infektionen auch medizinisches Personal betroffen war, fanden zwei Reihentests in zeitlichem Abstand statt. „Erfreulicherweise ist bei der zweiten Testreihe keine neue Corona-Infektion aufgetreten, alle Tests waren negativ“, sagt Landrat Matthias Jendricke. Nach dem heutigen Tag befinden sich somit auch nur noch zwei Personen in Quarantäne. „Diese Situation hat erneut gezeigt, wie wichtig eine rasche Nachverfolgung der Kontaktpersonen ist, um ein Infektionsgeschehen sofort einzudämmen und weitere Ansteckungen zu verhindern. Ich danke unseren engagierten Mitarbeitern im Gesundheitsamt, die hier stets unverzüglich auch abends, an Wochenenden und Feiertagen Kontaktpersonen ermitteln und auch selbst Probenabstriche für Tests nehmen“, so Jendricke.

In Bezug auf die gestrige Abstimmung zwischen dem Bund und den Ländern hinsichtlich der Corona-Schutzmaßnahmen begrüßt der Landrat, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten weiterhin an den inzwischen schon eingeübten „Basismaßnahmen“ zum gegenseitigen Schutz vor einer Ansteckung festhalten. „Es ist ja bekannt, dass ich mich schon früh für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausgesprochen habe – gerade in Bereichen, wo der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann wie beim Einkaufen, in Bus und Bahn“, betont Jendricke. „Wichtig ist auch die offensichtliche Einigkeit, dass nach den Sommerferien wieder alle Schulen in den Regelbetrieb übergehen müssen. Bei uns werden in den weiterführenden Schulen nach wie vor zahlreiche Schüler nur tage- bzw. wochenweise in der Schule unterrichtet und hier ist es unerlässlich, dass nach den Ferien endlich wieder alle Schüler ganz normal zur Schule gehen können.“ Zur gestern getroffenen Festlegung, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Oktober nicht stattfinden dürfen, hätte sich Landrat Jendricke mehr Rücksicht auf regionale Unterschiede im Infektionsgeschehen gewünscht. „Gerade in Regionen, wo kaum Neuinfektionen verzeichnet werden, könnten perspektivisch auch größere Veranstaltungen wieder ermöglicht werden – zumal wenn die Gäste doch überwiegend aus dem unmittelbaren Umland kommen“, meint Jendricke. „In Ausnahmefällen lässt die aktuelle Landesverordnung zwar schon Feste und Sportveranstaltungen mit Zuschauern zu, allerdings müssen diese vom Landkreis genehmigt werden und die Anforderungen an das Infektionsschutzkonzept und die zu treffenden Vorkehrungen sind hoch, so dass wir hier aufgrund der Landesregelungen immer noch gezwungen werden, restriktiv zu handeln.“ Glücklicherweise brauchen private Feiern keine Genehmigung, so Landrat Jendricke, sondern müssen nur angezeigt werden, wenn mehr als 30 Gäste im geschlossenen Raum und mehr als 75 unter freiem Himmel feiern wollen. „Wir haben uns im Krisenstab dazu verständigt, dass wir den Begriff Feier in der Landesverordnung auch als Feiern im üblichen Sinne auslegen und damit beispielsweise auch das Tanzen möglich ist“, so Jendricke. „Wichtig ist nur, dass die Kontaktdaten aller Gäste bekannt sind, um im Infektionsfall alle Kontaktpersonen feststellen zu können.“

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