Jugendpolitik stärken

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Mit Vertretern von Kommunen und freien Trägern der Jugendarbeit fand jetzt im Nordhäuser Landratsamt das Auftaktreffen im Projekt zur kommunalen Verankerung der eigenständigen Jugendpolitik im Landkreis Nordhausen statt. Umgesetzt wird das Vorhaben im ersten Schritt am Beispiel der Stadt Bleicherode und der Gemeinde Werther. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt mit dem Praxisentwicklungsprojekt „Kommunale Verankerung der eigenständigen Jugendpolitik in Thüringen“ bis Ende 2020 nicht nur das Vorhaben im Landkreis Nordhausen, sondern auch in Sömmerda, Gera, Suhl und Erfurt.

Ziel des Ministeriums ist es, in den Projektkommunen Werther und Bleicherode die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen zwischen 12 und 27 Jahren in den Mittelpunkt gesellschaftlichen und politischen Handelns zu stellen und dabei neue beispielhafte Ansätze in der kommunalen eigenständigen Jugendpolitik vor Ort zu stärken und eine auf die Region abgestimmte Strategie und Struktur zu entwickeln, um die Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche auszubauen. Für die Landkreisverwaltung Nordhausen ist es als Projektträger wichtig, entsprechend des eigenen Jugendförderplans die örtlichen Strukturen der Jugendarbeit einzubeziehen, politische Vertreter der Verwaltungen für die Themen und Bedürfnisse der Jugendlichen zu sensibilisieren und die Qualität, Intensität und Wirkung der politischen Beteiligung von Jugendlichen zu verbessern. Das gesamte Vorhaben wird intensiv wissenschaftlich begleitet von vier deutschlandweit anerkannten Experten aus den Bereichen Kommunalpolitik, Jugendarbeit, Lobbyarbeit und Netzwerkmanagement. Für den Landkreis Nordhausen ist das Projekt somit eine einzigartige Möglichkeit, neues Fachwissen zu erlangen und Hinweise für eine zukünftige Landesstrategie zu geben.

Beim Auftaktreffen mit den beiden Kommunen und freien Trägern hat der Fachbereich Jugend des Landratsamtes mit den Akteuren die nächsten Schritte abgestimmt und die Aufgaben der regionalen Arbeitsgruppe erläutert. Zunächst werden Daten zu den bestehenden Strukturen und Netzwerken in beiden Kommunen zusammengestellt. Anschließend sollen verschiedene Möglichkeiten der eigenständigen kommunalen Jugendpolitik ausgetestet werden, um gemeinsam mit Jugendlichen aktiv Politik vor Ort mitzugestalten. Die Ergebnisse werden am Ende dokumentiert, um damit auch anderen Kommunen Anregungen für die Jugendpolitik zu geben.

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