Joris neues Album „Willkommen Goodbye“ voller Tiefgang

0

Das 3. Album sagt man, ist immer das Schwerste. Besonders dann, wenn die ersten Beiden schon recht erfolgreich waren, liegt die Messlatte und die Erwartungen beim Publikum und vor allem beim Künstler selbst schon recht hoch.
Und so mancher ist schon bei der Aufgabe diese Erwartungen erfüllen zu wollen und müssen gescheitert.
Wenn aber wie bei Joris Ramon Buchholz cooles Talent, richtiges Können, viel Energie und Leidenschaft zusammen kommen, dann entsteht etwas Besonderes.

Denn schließlich kommt Kunst von Können und Joris kann und liebt das, was er tut.
Schließlich hat er schon im zarten Alter von 5 Jahren seine Liebe zur Musik für sich entdeckt, als ihm seine Eltern ein Schlagzeug schenkten.
„Da hab ich das erste Mal geweint vor Glück, das weiß ich noch. Das ist bis heute das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen hab“ so Joris.
Inzwischen spielt das Jungtalent nicht nur Schlagzeug, sondern auch richtig gut Gitarre und Klavier, dazu singt er nicht nur, schreibt und komponiert seine Songs auch noch selbst. „Ich war nie vorbereitet, habe nie Noten gelernt, aber ich habe es geliebt… Während die Noten tot auf Papier lagen, entfachte das Kreative plötzlich ein Feuer in mir“
Mit anderen Worten der junge Mann ist ein absolutes musikalisches Talent, das nun
6 Jahre nach seinem Debütalbum, zahlreichen Auftritten und Auszeichnungen, sein neue CD „Willkommen Goodbye“ veröffentlicht.

Dabei ist bereits nach den ersten Tönen des 1. Songs „Sturm und Drang“ klar, hier ist einer der weiß was er will, um seine Zuhörer mit seiner Musik und durchdachten Texten ganz und gar mitzunehmen in seine Welt.
Dabei steckt in jedem Lied, jeder Note und jedem Wort viel Gefühl, Schmerz und auch persönliches, das es eine Freude ist zuzuhören.
„Ich sehe mich als Geschichtenerzähler und die Musik als Vermittler für meine Geschichten, die ich selbst erlebt habe oder die mich inspirieren.“

So nutzt der 31-jährige Singer-Songwriter den Kreislauf aus Kommen und Gehen als
lebensnotwendigen, kreativen Motor zur ständigen Veränderung und Weiterentwicklung.

Keine neuen Anfänge ohne Abschiede, auch wenn das Herz dabei bisweilen bis zum Zerreißen auf die Probe gestellt wird. So wie hier auf seinem dritten Album.
Doch keine Sorge, mit „Willkommen Goodbye“, legt JORIS nun nicht etwa sein Abschiedswerk vor. Obwohl viele seiner neuen Stücke tatsächlich von Abschieden handeln.
Aber auch von neuen Herausforderungen und einem weiteren Abschnitt auf seinem Weg.
“Anfänglich sollte sein drittes Album den Titel „Nur die Musik“ tragen“.
So wie die erste Vorabsingle, die JORIS im Sommer letzten Jahres veröffentlichte und die auf den 3. Platz des deutschsprachigen Radio-Jahrescharts schoss.

Doch bekanntlich kommt es nicht selten im Leben anders, als ursprünglich geplant.
Zum Glück, denn Unvorhergesehenes erforderte schon immer genau das Stückchen Abenteuerlust, Spontanität und Entdeckergeist, welche die Kreative bei JORIS immer wieder aufleben lässt und ihn in seinem Tun vorwärts treibt.

So konnte er sich ohne parallel laufende Konzerte oder Festivalauftritten, aus den uns allen bekannten Gründen, ganz in Ruhe und mit der nötigen Entschleunigung, komplett auf die neuen Songs konzentrieren.
Vielleicht auch ein Grund, weshalb „Willkommen Goodbye“ so anders geworden ist.
Und doch gleichzeitig so vertraut.
„Es ist als würde man einen alten Freund nach langer Zeit wieder fest in die Arme schließen.“
„Willkommen Goodbye“ transportiert eine neue Form der Entspanntheit.
Einen direkteren freieren Umgang mit sich und einer Welt im konstanten Fluss.
So erfindet sich JORIS im Jahr 2021 ganz neu…mit einem Album das eine besondere Sammlung von Songs zwischen einem leicht melancholischem Schulterblick zurück und optimistischer Vorausschau auf Zukünftiges voller Hoffung verpackt in elf Songs ist.
So verbinden die neuen Stücke das Gestern mit dem Morgen sind dabei aber gleichzeitig fest im Hier und Jetzt verhaftet.
So wie der perfekt produzierte erste bereits erwähnte Song des Albums „Sturm & Drang“, auf dem JORIS von der Macht der Phantasie erzählt. Von
kindlichen Träumen und davon, sie auch als Erwachsener lebendig zu halten.
Eine „Kiste“ voller Erinnerungen aus der er auch den unbeschwerten Ohrwurm
„Nur die Musik“ zutage fördert.
Es ist ein Lied an den Soundtrack seines Lebens. An all die Lieblingskünstlerinnen und -künstler, die magischen Töne und Zwischentöne, die ihn bisher verlässlich durch sämtliche Höhen und Tiefen begleitet haben.
So ist das neue Album voller Kontraste, mal beschwingt, laut und kratzig, um an anderer Stelle ganz ruhig sanft und fast zerbrechlich zu sein
Dabei erschuf er zusammen mit Produzenten Jens Schneider, Maximilian Hesselbarth Constantin Krieg u. a. einen sehr erdigen handgemachten und aber auch modernen und überraschend frischen Sound.
Wobei es hörbar ist, wie sich der Sänger mit der besonderen Stimme, (der auch Komponist, Texter und Coproduzent des Albums ist) in diesem musikalische Gewand nicht nur besonders wohl fühlt, sondern harmonisch verschmilzt mit seinen ganz besonderen Liedern.

Wobei die eigentliche Botschaft des Albums folgende ist:
„Es wird immer Zeiten geben, die einen vor unbekannte Herausforderungen stellen“, so JORIS. „Das spüren wir aktuell mehr denn je. Doch das sind die Momente, in denen man wächst, neue Facetten an sich entdeckt und seinen Horizont erweitert.
Das Leben hält von Zeit zu Zeit immer wieder wunderschöne Überraschungen bereit.
Das große Kunststück ist, niemals die Hoffnung zu verlieren.“

Fazit: Joris hat sich enorm weiterentwickelt und zeigt nun auf beeindruckende Weise, voller Seele und poetischem Tiefgang, wie (ent- ) spannend und gut deutschsprachige Musik sein kann. Mit anderen Worten eine CD die das (zu) Hören lohnt.

Übrigens JORIS ist auch in der aktuellen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX) zu erleben.

Stefan Peter Foto + Text

Share.

Leave A Reply

*