Inbetriebnahme Biomasse-Heizwerk der Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH auf dem Betriebshof der Stadtwerke Nordhausen

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Nordhausen (psv)Am 13. April fand die offizielle Inbetriebnahme des Biomasse-Heizwerkes der Südharzwerke Nordhausen auf dem Betriebshof der Stadtwerke Nordhausen statt. Die „Energetische Nutzung von Grünabfällen für die alternative Wärmegewinnung“ dient der Energieeffizienzsteigerung in städtischen Quartieren, stellt eine sinnvolle Nutzung eines ehemaligen Abfallprodukts und damit einen positiven Klimabeitrag dar. Das Projekt wurde in der Förderperiode 2014-2020 des Europäischen Strukturfonds EFRE gefördert. Die Mittel des EFRE-Fonds stellen eine 80-prozentige Förderung dar. Die Stadt Nordhausen co-finanzierte die übrigen 20 % der förderfähigen Kosten des Projekts mit 233.738 Euro. Der Landkreis Nordhausen als Mitgesellschafter der Südharzwerke hat in gleicher Höhe die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens vorgenommen.

„Was Europa bedeuten kann wird durch derartige Projekte deutlich, sie werden unter anderem direkt vor Ort in klimafreundliche Energieversorgung investiert: Das Biomasse-Heizwerk dient der energetisch sinnvollen Verwertung von holzigen Grünabfällen und einer nachhaltigen Wärmeversorgung der Betriebsgebäude der Stadtwerke sowie der beiden angrenzenden Wohnblöcke unserer städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG)“, fasst Oberbürgermeister Kai Buchmann die Verwendung der EU-Fördermittel zusammen.

Hintergrund:

– Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH betreibt im Auftrag des Landkreises Nordhausen 13 Annahmestellen für Grüngut.
– Im Kompostwerk des Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode Herstellung des Brennstoffes aus Grüngut in drei Schritten:

o Shreddern
o Miete aufsetzen à 6-wöchiger Rotteprozess
o Absieben: Fraktion 20 – 150 mm = Brennstoff (kleiner 20 mm = Kompost)

– Heizhaus am Darrweg:

o Heizanlage bestehend aus 500 kW Kessel, Pufferspeicher, Lagerhalle für Brennstoff und Rauchgasreinigungsanlage (Zyklonfilter und Elektrofilter)
o hydraulische, automatische Zuführung des Brennstoffs
o Besonderheit Kessel: geeignet für diesen unregelmäßigen „strunkigen“ Brennstoff
o Erster Brennstoffkessel dieser Art in Ostdeutschland

– Angeschlossene Abnehmer an das unterirdisch verlegte Nahwärmenetz (600 Meter):

o Betriebshof der Stadtwerke (Verwaltungsgebäude, Bushalle, Werkstatt)
o Betriebsgebäude Stadtbeleuchtung Straße der Einheit 1
o Wohnblöcke Robert-Blum-Straße und Straße der Einheit
o Privates Wohngebäude im Verlobungsweg

– Übergabe Fördermittel erfolgte durch Frau Ministerin Keller am 07.06.2019
– Bauzeit: 4. Quartal 2019 – 2. Quartal 2021

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