In Thüringen soll es summen und brummen

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Der NABU Thüringen begrüßt die Initiative des Thüringer Umweltministeriums zur Förderung zusätzlicher Blühflächen und zum „Sonderfonds Insektenschutz“

Jena – „Gerade in den Thüringer Ackerlandschaften fehlen Blühflächen, die Insekten ganzjährig Nahrung bieten. Die Förderung von Blühflächen auf Raps-Schadensflächen kann ein gutes Einstiegsangebot an die Landwirte sein. Es braucht allerdings eine Verstetigung von Blühflächen, die auch überjährig als Überwinterungsmöglichkeit für die Insekten und deren Larven erhalten bleiben“, sagt Martin Schmidt, der Landesvorsitzende des NABU Thüringen. „Der „Sonderfonds Insektenschutz“ ist darüber hinaus das Richtige, um weitergehende Maßnahmen zur Rettung der Insektenvielfalt zu realisieren. Insbesondere die Insektenarten der Roten Listen und die FFH-Arten brauchen Schutzmaßnahmen. Ob gefährdete Schmetterlinge oder Hummelarten, ihnen allen fehlt es an geeigneten Biotopen. Mit dem Programm können neue strukturreiche Biotope geschaffen, erhalten und miteinander verbunden werden. Nur so hat man vielleicht die Chance, einige Arten vor dem Aussterben zu retten.“ Laut NABU Thüringen muss für den Insektenschutz aber noch mehr unternommen werden. Vor allem gilt es in den nächsten Jahren den Einsatz von Pestiziden drastisch zu reduzieren. Entweder es gelingt in Thüringen – ähnlich dem Niedersächsischen Weg – ein praktikables und wirksames Förderprogramm zur Pestizidreduktion für die Landwirte zu etablieren oder ordnungsrechtliche Maßnahmen sind unumgänglich.

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