In Halle den ersten Schritt zum FINAL4 machen

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Die Binsenweisheit stimmt mal wieder, denn am Samstag, den 2. Oktober, 19:30 Uhr tritt der Thüringer HC zum ersten K. O.-Spiel der Saison beim SV Union Halle-Neustadt in der 2. Runde um den DHB-Pokal an. „Kein leichter Gang.“, sagt Herbert Müller, auch wenn es nur eine kurze Auswärtsfahrt ist.

Rückblick:
Enttäuscht war der Cheftrainer des THC nicht so richtig, denn er weiß, dieser hochklassige Kader der SG BBM Bietigheim wird durch die Saison verlustpunktfrei marschieren und noch andere Klubs werden in dieser Höhe gegen die derzeitigen Liga-Überflieger verlieren. Wenn bei Herbert ein wenig Nachdenken die Laune trübt, dann, weil es nicht gelang, die Hundertprozent und darüber hinaus abzurufen. „Wir können mehr!“, weiß der Chef. Am gestrigen Mittwochabend lief es jedoch nicht beim THC. In keiner Phase des Spiels fand man die Mittel, um den Gegner zu ärgern. „Auch die Abwehr fand nicht den Zugriff auf den Gegner, wie zuletzt gegen Metzingen oder in Lemgo, beim Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe. So war das Spiel dann schon zur Halbzeit gegen uns entschieden,“, lautet das Resümee von Herbert Müller. „Die zweite Halbzeit lief dann etwas ausgeglichener, unsere Abwehr stand ein Stück stabiler, aber was wir auch versuchten, ob sieben gegen sechs oder eine 1:5 offensivere Abwehr, wir konnten den Gegner in keiner Weise beeindrucken.“ Nach einem recht guten Start in die Saison hat den THC die Realität eingeholt. Bietigheim hat all das bestätigt, was vorausgesagt und erwartet wurde, ein Top-Kader, geformt zu einem Topteam und da spielten sogar sieben Spielerinnen keine einzige Sekunde, die in jeder anderen Bundesligamannschaft 60 Minuten auf der Platte stehen würden. Die haben jede Position zum Teil dreifach Top besetzt. Wenn Herbert Müller besonders Positives fand, dann war es die Stimmung in der Salza-Halle. Deshalb geht sein Dank an die Fans der „Roten Wand“. Mit Publikum ist das doch ein ganz anderer Handball als der, den nicht nur der THC in der letzten Saison coronabedingt ohne Zuschauer spielen musste.

Zum Spiel:
Der heutige Tag dient der Regeneration, psychisch wie physisch, um die Enttäuschung schnell aus den Köpfen zu bekommen. Schon am Samstag steht das erste K. O.-Spiel der Saison an und das Ziel muss heißen, in Halle zu gewinnen, um im Pokal die nächste Runde zu erreichen. Das wird schwer genug. Halle hat mit guten Ergebnissen einen Superstart in die Saison hingelegt, hatten sogar gegen Bietigheim in der ersten Halbzeit mit 15:11 geführt. Die Mannschaft hat eine ganz andere Qualität als im Vorjahr, spielt einen sehr erfolgreichen Handball. Herbert Müller warnt deshalb sein Team: „Halle kann jedem Gegner sehr gefährlich werden.“ Der THC nimmt das Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter. Nach dem Regenerationstag wird sich am Freitag in Videoanalysen und einer Taktik-Einheit präzise auf das Spiel vorbereitet. Auch Lamprini Tsakalou kommt bei so einer Belastung an physische Grenzen, kennt sie doch aus ihrer jüngsten Vergangenheit keine Belastung aus eigener Liga und spielte vorrangig in den EHF-Wettbewerben. Mehr Zeit bleibt nicht. Nach dem Samstagspiel schwärmen erst mal viele THC-Spielerinnen zu ihren Nationalmannschaften aus, Herbert Müller spielt mit Österreich gegen Dänemark. Es bleiben so etwa 10 Spielerinnen zu Hause, mit denen trainiert Co-Trainer Helfried Müller weiter. Für den THC geht am 17. Oktober weiter. In der Salza-Halle empfängt der Thüringer HC den norwegischen Klub Molde HK im Heimspiel der 2. Runde der EHF European League.

Zum Kader:
In Halle spielt dieselbe Mannschaft wie am Mittwoch. Leider hat sich Jennifer Rode eine Fingerverletzung zugezogen, sodass sie derzeit nicht spielen kann. Emma Ekenman-Fernis ist in Schweden operiert worden und wieder bei der Mannschaft. Ihr Genesungs- und Rehaprozess wird etwa drei Monate dauern.

Bericht: HaJo Steinbach

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