In Extremo feiern mit 13. Studio-Album „Kompass zur Sonne“ 25. jähriges Jubiläum

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Es steht ganz außer Frage, die Band um Sänger Michael Rhein, der ja bekanntlich seine Wurzeln in Thüringen bzw. im Eichsfeld oder genauer in Leinefelde hat, gehört seit vielen Jahren zu den extrem erfolgreichsten und bekanntesten Vertretern in Sachen Mittelalterrock.

In zweieinhalb aufregenden Dekaden sind IN EXTREMO zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Formationen zusammen gewachsen, die mit ihrem markanten Sound die gesamte europäische Musiklandschaft geprägt, aufgemischt und bis heute Millionen von Hörern begeistert hat.

Seit einem sagenhaften Vierteljahrhundert fasziniert die Band besonders live auf ihren Konzerten und auf diversen Festivals mit mitreißender Energie und das in lautstarker und kraftvoller Vollendung mit vielen Feuer und Pyroeffekten.

Aber es ist vor allem die ganz besondere ureigene Mischung, die IN EXTREMO ausmachen: Die Verbindung zwischen historischen Einflüssen ihrem gewaltig krachendem Sound der Metal-Gitarren, den mittelalterlichen Instrumenten und Dudelsäcken, erzeugt die Band immer wieder Vollgas, aber auch Gänsehautmomente verpackt in sowohl folkloristischem, als auch modernem Sound, die die IN EXTREMO Songs zu Mitsing-Feier- Rock Hymnen werden lassen.
So entsteht immer wieder eine ganz eigene Atmosphäre, ein Gefühl, eine Verbindung,
die die Band so einzigartig wie erfolgreich macht.

Grund genug also für Michael Rhein und seine Mitstreiter im 25. Jahr ihres Bestehens mit einen neuem Album aufzuwarten, das es nicht nur musikalisch, sondern auch textlich in sich hat.

Und gleich vom ersten Stück „Troja“, ihres neuen Werks „Kompass zur Sonne“ wird klar die Herren wissen, wo der berühmt berüchtigte „Hammer hängt“ um ordentlich ab zu rocken.

Da krachen die Gitarren und wummern die Bässe und das Schlagzeug, das es nur so eine Freude ist, das Ganze geschickt eingerahmt im fetten Mittelaltersound der Dudelsäcke und Co. um daraus wunderbar mitreißende Songs entstehen zu lassen.

So bietet die Band neben Feiersongs wie „Reiht euch ein ihr Lumpen“, Stücke über emotionale Beziehungen „Schenk noch mal ein“ , Seefahrersongs „Brüder“ oder „Narrenschiff“ entlarvt mal eben das „Lügenpack“ und beschäftigt sich natürlich auch mit geistreichen Getränken, wie in „Biersegen“.

Aber auch an ernste Themen wagen sich Rhein und Co. in dem sehr gelungenen und hörenswertem Song (mit Gänsehauteffekt) „Saigon und Bagdad”, der sich intensiv mit Krieg, Tod und Vertreibung beschäftigt um ganz offen und laut die Frage in den Raum zu stellen: „Hat denn keiner was daraus gelernt?“

Unterstützt wird die Band auf dem neuen Album übrigens musikalisch und stimmlich unter anderen von der Band Russkaja in dem Uptempo – Party Song „Gogiya“ oder von keinem geringeren als Johan Hegg von Amon Amarth bei „Wer kann segeln ohne Wind“.

Fazit: IN EXTREMO ziehen auch nach 25 Jahren im harten Musikgeschäft gekonnt und hörenswert wieder alle Register ihres Könnens um die Messlatte im Mittelalterrock hoch anzulegen.
Dabei überzeugen sie sowohl bei lauten krachenden, aber auch mit leisen, nachdenklichen und hymnischen und vor allem immer melodisch eingängigen Momenten auf ihrer neuen Scheibe.

Stefan Peter

Foto: CD Cover Vertigo/ Universal Music

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