Immobilien: Kaufen oder mieten? Preise für 106 Städte und Kreise

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An vielen Orten in Deutsch­land lohnt es sich, eine Immobilie zu kaufen – obwohl die Preise gestiegen sind. Dafür sind aber die Hypothekenzinsen gefallen. Die attraktiven Konditionen machen den Preis­anstieg oft mehr als wett. In manchen Städten müssen Käufer indes aufpassen, dass sie nicht zu viel bezahlen. Finanztest zeigt für 106 Städte und Landkreise die durch­schnitt­lichen Kauf­preise für Häuser und Eigentums­wohnungen sowie Neuvertrags­mieten differenziert nach Lage und Ausstattung.

Nied­rige Zinsen locken

Für einen Kredit über zehn Jahre verlangten die güns­tigsten Baufinanzierer im Juli 2016 weniger als 1 Prozent Zins. Geld in eine Immobilie zu stecken, wird so für viele zu einer sinn­vollen Investition. Das gilt allerdings nicht über­all. In Ballungs­zentren und Universitäts­städten müssen Kauf­willige mitt­lerweile darauf achten, dass sie keine Mond­preise bezahlen.

Mehr als drei Millionen Immobilien­geschäfte ausgewertet

Finanztest hat, differenziert nach Lage und Ausstattung, für insgesamt
106 Städte und Landkreise die durch­schnitt­lichen Kauf­preise für Häuser und Eigentums­wohnungen zusammen­gestellt und zeigt, welche Neuvertrags­mieten der Markt hergibt. Die Tabellen enthalten auch die Preis­ver­änderung zum Vorjahr und eine Prognose für 2016. Alle Zahlen stammen vom Verband deutscher Pfand­brief­banken (vdp). Er hat seit 2003 die Preise von knapp drei Millionen Immobilien­geschäften ausgewertet, die von über 580 Kredit­instituten finanziert wurden. Sämtliche Preise und Mieten wurden tatsäch­lich erzielt. Das macht die Daten­bank so besonders. Tipps rund ums Thema Immobilien­auswahl und -finanzierung ergänzen unsere Tabellen.

Konkrete Beispiele und Rechnungen

Drei Fall­beispiele zeigen auf, wie die Tabellen konkret genutzt werden können: Ein Paar über­legt, ob es angesichts der jüngsten Miet­erhöhung in ein Eigenheim ziehen soll. Eine Erbin denkt darüber nach, ob sie das Geld als Grund­stock für eine Wohnung zum Vermieten kaufen soll, ein Vermieter wiederum wägt ab, ob jetzt der richtige Zeit­punkt zum Verkaufen wäre. Anhand von zwei konkreten Immobilien­angeboten rechnen wir vor, mit welchen finanziellen Belastungen Käufer für Kredit, Instandhaltung und Verwaltung rechnen müssen, und welche Schluss­folgerungen Vermieter und Selbst­nutzer daraus ziehen können.

Wer teuer kauft, rutscht bei fallenden Preisen leicht ins Minus

Wer teuer kauft, macht leicht ein Minus­geschäft, wenn die Immobilien­preise nicht weiter steigen. Dagegen kann sich ein Kauf zu einem güns­tigen Preis selbst dann lohnen, wenn der Wert einer Immobilie leicht fällt. Das zeigt unsere Tabelle für Selbst­nutzer, in der wir die Wert­entwick­lung der Immobilie in Beziehung zum Kauf­preis-Miete-Verhältnis setzen. Dafür wird der Kauf­preis durch die Jahres­miete ohne Betriebs­kosten geteilt, die für eine solche Immobilie zu zahlen wäre. Das Ergebnis ist ein Indikator dafür, wie angemessen der Kauf­preis ist. Spannen für das Kauf­preis-Miete-Verhältnis finden sich auch in unseren Tabellen für die Kauf­preise und Mieten.

->Stiftung Warentest

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