IG Metall Nordhausen weitet Warnstreiks in Nordthüringen aus – Beschäftigte bei Maximator legen ihre Arbeit nieder

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Nordhausen. Erneut hat die IG Metall Nordhausen mit ausgeweiteten Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeberseite verstärkt. Am 24. Januar 13:15 Uhr folgten die Beschäftigten des Maschinenbauers Maximator GmbH in Nordhausen dem Aufruf ihrer Gewerkschaft und legten für zwei Stunden die Arbeit nieder. Die IG Metall in Thüringen verhandelte zuletzt am vorhergehenden Freitag mit dem Thüringer Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis über ihre Forderungen.

Der Arbeitgeberverband VMET legte kein akzeptables Angebot vor und zeigte keine Kompromissbereitschaft im Tarifstreit. Ihrem Unmut über diese Sturheit machten heute Metallerinnen und Metaller in Nordhausen lautstark Luft. Volle Auftragsbücher, gute Gewinne und lediglich ein Angebot von 2 Prozent und 200,- Euro Einmalzahlung, anstelle der geforderten 6 Prozent. Kein Angebot zur Forderung der IG Metall, die wöchentliche Arbeitszeit, begrenzt auf bis zu 24 Monate auf 28 Stunden tarifvertraglich verkürzen zu können. Insbesondere Beschäftigte, die sich um ihre Kinder und die Pflege von Angehörigen kümmern, bzw. in besonders belastenden Arbeitszeitmodellen arbeiten, sollen von dieser Forderung durch finanzielle Zuschüsse profitieren, wenn es nach dem Willen der Metallgewerkschaft geht. Neben diesen Kernforderungen ringt die IG Metall in dieser Tarifrunde um eine Verhandlungsverpflichtung zur Angleichung Ost und um Verbesserungen während der Prüfungsvorbereitungszeit Auszubildender.

„Mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für die Beschäftigten und eine angemessene Erhöhung der Entgelte, die die Inflation ausgleicht, die Produktivität der Unternehmen berücksichtigt und auch eine Umverteilungskomponente enthält, ist nicht zu viel verlangt!“, sagt Alexander Scharff von der IG Metall Nordhausen. Er ermutigte die Anwesenden, weiter für ihre berechtigten Forderungen einzustehen und kämpferisch zu bleiben.

Noch eine Besonderheit zeigte der heutige Warnstreik bei der Maximator GmbH: Die IG Metall lebt Solidarität. Beschäftigte der beiden ortsansässigen Firmen Feuer Powertrain GmbH und Co KG und der GWE Pumenboese GmbH stärkten den Warnstreikenden den Rücken und wurden herzlich empfangen. Für die Beschäftigten bei Feuer Powertrain gilt ein Haustarifvertrag. Über den Abschluss eines Tarifvertrages wird hingegen bei GWE Pumpenboese seit Monaten verhandelt. Axel Günther, Betriebsratsvorsitzender bei Maximator zeigte sich beeindruckt: „Wir freuen uns sehr, dass Kolleginnen und Kollegen von GWE Pumpenboese und Feuerpowertrain uns hier in ihrer Freizeit unterstützen. Und dass, obwohl sie in ihren Firmen nicht in vollem Umfang vom Flächentarifvertrag profitieren.“

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