IG Metall Mitte: Warnstreiks haben begonnen

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* Mehr als 600 Beschäftigte haben sich an Mitternachtswarnstreiks am 2. März beteiligt.

Frankfurt am Main – Mehr als 600 Beschäftigte beteiligten sich an den Mitternachtswarnstreiks bei Continental in Rheinböllen, Norma in Maintal und Gerbershausen sowie bei ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach. Um eine Minuten nach Mitternacht legten die Beschäftigten zeitweise die Arbeit nieder um für eine Entgeltsteigerung und Beschäftigungssicherung Zeichen zu setzen. Zuvor hatten sich am Aktionstag (1.03.) der IG Metall mehrere Hundert Beschäftigte in allen 27 Geschäftsstellen des IG Metall Bezirks Mitte an kreativen online Aktionen und pandemiekonformen Aktionen auf Straßen und Plätzen beteiligt.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, kritisierte die Arbeitgeber auf der Warnstreikkundgebung bei ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach deutlich. Die Arbeitgeber hätten in den letzten Wochen nichts unversucht gelassen, um die Pandemie für ihre Interessen zu missbrauchen. „Während die Arbeitgeber in der Pandemie mit Milliarden an Steuergeldern unterstützt werden, behaupten sie, dass es an die Beschäftigten nichts zu verteilen gibt. Diese Haltung werden wir ganz sicher nicht hinnehmen. Wir fordern die Arbeitgeber mit Nachdruck auf, gemeinsam mit uns nach Lösungen für die drängenden Fragen zu suchen und die Zukunft der Metall- und Elektroindustrie gemeinsam und konstruktiv zu gestalten.“

In drei Verhandlungsrunden waren die Arbeitgeber in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen bisher nicht bereit, in konstruktive Verhandlungen mit der IG Metall einzusteigen. Vor der vierten Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe (12. März) erhöht die IG Metall jetzt den Druck.

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