IG Metall Mitte debattiert über tarifpolitische Herausforderungen in der Metall- und Elektroindustrie

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Die tarifpolitischen Herausforderungen der Zukunft standen im Zentrum der Klausur der IG Metall Mitte. Mehr als 100 Tarifexpertinnen und Tarifexperten aus den Betrieben und der IG Metall debattierten über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Parameter der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.

Die Metallerinnen und Metaller betonten in der Union Halle in der Mainmetropole Frankfurt, dass Zukunftstarifverträge Antworten auf die Herausforderungen der Transformation und des Strukturwandels geben müssten. Dabei gehe es um Themen der Aus- und Weiterbildung, der Beschäftigungs- und Standortsicherheit sowie den sozialökologischen Umbau der Industrie.

Im Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehende Tarifrunde für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen stellte Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, klar, dass vor dem Hintergrund der ökonomischen Entwicklung und Prognosen für das kommende Jahr eine deutliche Erhöhung angestrebt werde. „Der Umbau der industriellen Produktion wird Veränderungen mit sich bringen, die die Metallerinnen und Metaller unterstützen und aktiv gestalten wollen. Zum Nulltarif ist das aber nicht zu haben. Und die gute konjunkturelle Entwicklung gibt das allemal her.“

Die Arbeitgeber forderte der Leiter des IG Metall Bezirks auf, ihr vielfach an kurzfristigen Renditezielen orientiertes Handeln endlich aufzugeben. Der Mangel an Material, wie Halbleiter, und Rohstoffen, zeige, dass kurzfristiges Agieren einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung zuwiderlaufe. „Quartalsdenken führt in die Irre, das gilt für Standort- und Beschäftigungssicherung und das gilt auch für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens und der Gesamtwirtschaft,“ so Köhlinger.

Die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie laufen zum 30. September 2022 aus. Der Forderungsbeschluss der IG Metall erfolgt im Juli. Von der Tarifrunde sind rund 400.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen betroffen.

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