IG Metall: 33.000 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks

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Frankfurt am Main – Rund 33.000 Beschäftigte aus 228 Betrieben haben sich heute (Stand: 14 Uhr) im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie an Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen beteiligt. Seit Ende der Friedenspflicht sind bundesweit insgesamt rund 425.000 Metallerinnern und Metaller in den Warnstreik getreten. Im Laufe des Nachmittags und Abends sind weitere Aktionen geplant, teilte die IG Metall am Dienstag in Frankfurt mit.

Der Schwerpunkt lag in Baden-Württemberg. Dort legten rund 14.000 Beschäftigte aus 82 Betrieben zeitweise die Arbeit nieder. Am Standort von Mercedes-Benz in Sindelfingen nahmen 10.000 Beschäftigte des Automobilherstellers an einem Warnstreik teil. In Heidelberg versammelten sich 800 Beschäftigte aus mehreren Betrieben zu einer gemeinsamen Kundgebung. In Tuttlingen beteiligten sich 600 Metallerinnen und Metaller an einer Kundgebung beim Medizintechnikhersteller Aesculap.

In Bayern nahmen über 8.000 Beschäftigte aus 30 Betrieben an Warnstreiks und Kundgebungen teil. Die größte Aktion fand in Schweinfurt statt. Rund 5.000 Warnstreikende aus 19 Betrieben, darunter Schaeffler, Bosch Rexroth, ZF und SKF, versammelten sich zu einer gemeinsamen Kundgebung.

Mehr als 5.000 Beschäftigte aus zwölf Betrieben legten im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen kurzzeitig die Arbeit nieder. In Berlin demonstrierten 2.250 Metallerinnen und Metaller, u.a. von Siemens, BMW und Osram, für ihre Forderung. In Leipzig beteiligten sich 1.500 Beschäftigte von Porsche Leipzig und dem Logistiker Schnellecke an einem zweistündigen Warnstreik.

Rund 3.300 Beschäftigte aus 82 Betrieben folgten in Nordrhein-Westfalen dem Aufruf der IG Metall. In Siegen nahmen 1.800 Beschäftigte aus 50 Betrieben, in Lohmar 1.200 Beschäftigte aus 30 Betrieben an Kundgebungen teil.

Mehr als 1.700 Beschäftigte aus 32 Betrieben beteiligten sich im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an Warnstreikaktionen. Aktionen gab es auch in Lehrte, Osterode und Hannover.

Im IG Metall-Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen) legten bis zum Mittag rund 1.300 Beschäftigte aus neun Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. In Koblenz beteiligten sich rund 700 Metallerinnen und Metaller aus sechs Betrieben an Frühschlussaktionen und Kundgebungen. 300 Beschäftige der Fritz Winter Eisengießerei in Stadt-Allendorf demonstrierten für ihre Tarifforderung.

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