Ich bin stolz ein Nordhäuser zu sein!

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Mit der Übergabe des Auftrages an die Restauratorin Suzy Hesse wird ab Freitag der „Theodosius-Steines am Nordhäuser Rathaus“restauriert.
Die aus einer großzügigen privaten Spende von Christa und Bernd Sourell und aus Lottomitteln finanzierte Restaurierung eines ca. 500 Jahre alten Wappensteins der Stadt Nordhausen kann nach aufwendigen Voruntersuchungen jetzt beginnen.
Die denkmalrechtliche Erlaubnis liegt zwar schon seit dem 31.03.2020 vor, doch durch die Corona- Pandemie kann erst jetzt mit der Arbeit begonnen werden.

Kurz zur Geschichte:

der Theodosius-Stein ist Bestandteil der „7 Wunder“ der Stadt.
Zwischen 1450 und 1500 wurde die Befestigung der Stadtgrenzen im Osten von Nordhausen mit dem Errichten einer massiven Verteidigungsanlage aus Stadtmauer und „Zwinger“ abgeschlossen.
Das erstarkende Bürgerbewusstsein ein „ NORDHÄUSER“ zu sein, kam vor allem durch verschiedene repräsentative Anschaffungen zum Ausdruck.
Dazu ist sowohl eine kostspielige Schmuckkanone von dem in der damaligen Zeit sehr bekannten Nürnberger Stückgießer Andres Pegnitzer – der Lindwurm – als auch die neu erfundene Stadtgründungsgeschichte auf dem „Theodosius-Stein“ zu rechnen.
Die hier verzeichnete lateinische Inschrift führt die Gründung der Stadt auf den römischen Kaiser Theodosius II. zurück.
Bis 1837 befand sich der Stein am östlichen Stadttor – dem Töpfertor.
Nach dessen Abriss wurde er 1842 in die Ostseite des Rathauses umgesetzt.
Auf Grund der Einbausituation zwischen den Fenstern der ersten Etage – und wohl auch, weil in unseren Schulen leider nicht mehr so intensiv die Geschichte der eigenen Heimatstadt gelehrt wird, sind der Theodosius-Stein wie auch die gesamten „7 Wunder“ aus dem Gedächtnis der Nordhäuser verschwunden.
Die Stadt- und Gästeführergilde von Nordhausen hat sich vorgenommen, dies zu verändern und hofft, mit der Wiederherstellung des Theodosius-Steines in der alten – also farbigen und vergoldeten – Fassung eines der sieben Wunder der Stadt und somit auch die anderen Sehenswürdigkeiten wieder in das ihnen gebührende Licht zu setzen.

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