Höherer Zuschuss für die HSB

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Die HSB hat in diesem Jahr das 120jährige Jubiläum der Harzquer- und Brockenbahn gefeiert. Um auch die Zukunft dieses Traditionsunternehmens finanziell abzusichern, wird der Landkreis Nordhausen als Gesellschafter seinen jährlichen Nachschuss an die HSB verdoppeln. Das hat der Nordhäuser Kreistag gestern Abend entschieden. Bislang zahlt der Landkreis Nordhausen einen jährlichen Nachschuss von rund 153.00 Euro. Mit dem Kreistagsbeschluss ist jetzt ein Nachschuss in der vollen Höhe der Stammeinlage von rund 307.000 Euro möglich. „Ich freue mich, dass sich der Kreistag einstimmig für die längst überfällige stärkere finanzielle Unterstützung unserer HSB ausgesprochen hat“, sagt Landrat Matthias Jendricke. „Denn ohne ein stärkeres finanzielles Engagement der kommunalen Gesellschafter und der Länder können wir die HSB nicht zukunftssicher aufstellen.“

Ziel ist, dass die neun kommunalen Gesellschafter sowie die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen ihre jeweiligen Zuschüsse an die HSB erhöhen, um die steigenden Kosten zum Beispiel für den Erhalt der historischen Dampfloks und des Schienennetzes sowie der Personalausgaben zu decken. „Die Länder werden ihre Finanzierungsanteile nur erhöhen, wenn auch die kommunalen Gesellschafter im Harz ihren Beitrag leisten“, so Jendricke. „Nachdem der Gemeinderat Harztor schon im Mai diesen Beschluss getroffen hat, ist nun das deutliche Votum unseres Kreistages der nächste wichtige Schritt.“ Heute Abend wird der Stadtrat von Wernigerode seine Entscheidung zur zukünftigen Finanzierung der HSB treffen.

Der Landkreis Nordhausen ist nach dem Landkreis Harz mit einem Anteil von 20 % der zweitgrößte Gesellschafter der HSB, gefolgt von den Städten Wernigerode und Nordhausen. Derzeit zahlen die Gesellschafter jährlich 50 % des Stammkapitals als Nachschuss, der nun auf 100 % des Stammkapitals steigen soll. Die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen das Schienennetz der HSB liegt, haben bereits signalisiert, ihre Finanzierungsbeiträge in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen, wenn auch die Gesellschafter mitziehen. Damit würden die Länder rund 90 % des offenen Finanzbedarfs der HSB, die Gesellschafter etwa 10 % tragen.

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