Hinweise zur Vogelgrippe

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In Deutschland sind in den vergangenen Tagen mehrere Fälle von Vogelgrippe (HPAI H5, Aviäre Influenza/Geflügelpest)-bei Wildvögeln aufgetreten. Dies war nahezu zeitgleich an der Nord- und Ostseeküste sowie in Hamburg der Fall. Im Küstenbereich des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres wird derzeit ein hohes Aufkommen an toten Wasservögeln beobachtet. Außerdem meldeten das Vereinigte Königreich, die Niederlande und auch Deutschland Ausbrüche von HPAIV H5 in Nutzgeflügelbeständen. Das Risiko weiterer Einträge der Vogelgrippe nach Deutschland, auch in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen sowie eine Ausbreitung in Wasservogelpopulationen wird als hoch eingestuft.

Bisher gibt es noch keinen Geflügelpestfall in Thüringen und auch keine Hinweise auf ein vermehrtes Sterben von Wildvögeln. Eine erhöhte Aufmerksamkeit ist jedoch erneut geboten, weist die Nordhäuser Landkreisverwaltung hin. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten verhindert werden und die Sicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben dahingehend überprüft und bei Bedarf optimiert werden.

Die neuen Funde von HPAI H5-Viren bei Wasser- und Greifvögeln sowie bei Geflügel in Küstenregionen der Nord- und Ostsee stehen zeitlich und räumlich in Zusammenhang mit dem bereits begonnenen Herbstzug von Wasservögeln aus Regionen, in denen HPAIV H5N8 nachgewiesen wurde und wo es vermutlich in unbekanntem Umfang in Wasservogelpopulationen zirkuliert. Der Vogelzug ist derzeit in vollem Gange und die Dichte der Vogelpopulationen in Rastgebieten wird in den kommenden Wochen weiter zunehmen. Diese Bedingungen begünstigen die Virusübertragung, weitere Ausbreitung und durch aasfressende Tiere kann es zu Umweltkontaminationen kommen, was das Risiko für mögliche Infektionen in Geflügelbetrieben erhöht.

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