Hinweise zum Jahreswechsel

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Im Landkreis Nordhausen gibt es keine gesondert festgelegten Gebiete, in denen das Zünden von Feuerwerkskörpern verboten ist. Darauf weist die Landkreisverwaltung vor der bevorstehenden Silvesternacht hin. Aufgrund der aktuell im Vergleich niedrigen Infektionszahlen im Landkreis Nordhausen hat das Landratsamt davon abgesehen, in einer Allgemeinverfügung „Sperrzonen“ festzulegen. Aktuell liegt der 7-Tage-Inzidenzwert hier bei 135,5 – in ganz Thüringen beträgt dieser Wert 255.

Das Land hat in seiner Corona-Sonderverordnung den Verkauf von Silvesterfeuerwerk der Kategorie F2 verboten, Kinder- und Tischfeuerwerk der Kategorie F1 ist erlaubt. Das Gesundheitsministerium hat dazu aufgerufen, auf das Abbrennen von Feuerwerk ganz zu verzichten. Für Silvester gelten außerdem weiterhin die bundeseinheitlichen Kontaktbeschränkungen. Private Treffen mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt beschränkt, mit maximal fünf Personen, Kinder bis zur Vollendung ihres 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt. Außerdem untersagt die Thüringer Sonderverordnung im öffentlichen Raum Veranstaltungen zum Jahreswechsel sowie den Ausschank und Konsum von Alkohol. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung beginnt in der Silvesternacht aber erst um 3 Uhr. Der Vollzugsdienst des Landkreises ist mit mehreren Teams auch an den Feiertagen im Einsatz und kontrolliert die Festlegungen des Landes Thüringen.

Am gestrigen Dienstag sind allein 32 neue Infektionen festgestellt wurden. Um auf einen möglichen Anstieg der Infektionszahlen nach den gesamten Feiertagen vorbereitet zu sein, hat die Landkreisverwaltung die Bundeswehr um Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung gebeten. Gestern erhielt der Landkreis die Zusage, dass ab 4. JanuarBundeswehrangehörige zusätzlich im Gesundheitsamt eingesetzt werden können. „In den vergangenen Tagen sind auch vermehrt Infektionen jenseits von Gemeinschaftseinrichtungen, verstreut in der Bevölkerung festgestellt worden. Dies zieht in der Regel einen höheren Aufwand bei der Ermittlung der Kontaktpersonen nach sich. Unser Ziel ist es, die Kontaktnachverfolgung weiterhin sicherstellen zu können, falls sich dieser Trend im neuen Jahr verstärken sollte“, betont Landrat Matthias Jendricke.

Der Landkreis Nordhausen beabsichtigt zudem nicht die Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber einzuführen, wie es in den Nachbarkreisen – Eichsfeldkreis und Unstrut-Hainich-Kreis – bereits seit Wochenbeginn erfolgt ist. „Mein Ziel ist es eher das Virus am Anfang der Kette einzufangen und daher wird auch ab Jahresanfang ein zusätzliches Testteam gebildet. Wir wollen nicht der Ausbreitung erst hinterher laufen, wie es in den anderen Landkreisen bisher festzustellen ist. Das unsere Strategie bisher erfolgreicher ist, zeigen ja unsere guten Indexwerten über das gesamte Jahr 2020“, sagte Matthias Jendricke und wünschte zugleich einen guten Rutsch ins Jahr 2021.

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