Highland Park Destillerie – Magnus Eunson legendäre Heimat

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Eine der legendären schottischen Destillerien ist Highland Park. Sie befindet sich auf der Orkney-Insel Mainland und ist in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Zum einen in Bezug auf Ihre Lage. Sie ist – zumindest bis die auf den Shetland-Inseln geplante Saxa Vord Destillerie in Betrieb geht – die nördlichste Brennerei Schottlands. Zum anderen in Bezug auf die um sie gesponnenen Legenden von Schwarzbrennern und Schmugglern. Der Name Magnus Eunson ist jedem Whiskykenner ein Begriff. Eunson, hauptberuflich christlicher Geistlicher, hat im ausgehenden 18. Jahrhundert mit erstaunlicher Geschicklichkeit ein Katz-und-Maus-Spiel mit Zollbeamten gespielt, die seinen schwarz gebrannten Whisky beschlagnahmen und ihn festnehmen wollten. Der Legende nach hat er diesen sogar in Särgen versteckt und den Beamten beim Besuch mitgeteilt, dass der Verstorbene einer hochansteckenden Krankheit erlegen ist.
Viele Whiskyautoren und die bekannteste freie Enzyklopädie im Internet sind der Auffassung, dass Magnus Eunson die Destillerie gegründet hat. Walter Schobert ist jedoch in seinem Whiskylexikon der Auffassung, dass die Brennerei bereits 1795 von einem gewissen David Robinson gegründet wurde. Highland Park selbst gibt 1798 als Gründungsjahr an. Sicher ist, dass die Gründung auf Robert Borwick zurückgehen, der 1825 die Gebäude und die Anlage errichtet und 1826 die Brennlizenz dafür erhalten hat. Bis 1869 hielt die Familie Borwick die Destillerie, dann folgten Eigentümerwechsel. Die heutigen Eigentümer, The Edrington Group, hat den Willen und die Fähigkeiten den Whisky auf höchstem Niveau zu halten. Nicht zuletzt wegen der besonderen Art der Produktion. Nach wie vor stellt Highland Park den getorften Malzanteil selbst her.
Die Abfüllungen der Destillerie decken ein breites Spektrum ab. Schon die 12-jährige Standardabfüllung, welche für etwas über 30 € in jedem besser sortierten Supermarkt zu haben ist, liegt auf höchstem Niveau – zumindest in ihrer Altersklasse. Auf der anderen Seite der Preisskala sticht der „Highland Park 50 Years“ heraus. Die 1960 destillierte Abfüllung besteht aus einem Vatting von fünf Fässern. Aus diesen konnten nach 50 Jahren Reifung 275 Exemplare abgefüllt werden. Mindestens eine Flasche wurde von der in Edinburgh aufgewachsenen New Yorker Juwelierin Maeve Gillies mit handgefertigtem Sterlingsilber veredelt. Dabei wurde auch ein Stück Orkney-Sandstein mit dem Highland Park-Logo und eine versteckte silberne Nachbildung des Rosenfensters aus der St. Magnus Kathedrale mit in die Gestaltung einbezogen – Wert: 24.000 GBP (plus). Klasse hat eben seinen Preis.
L. E.

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