Hell Boulevard sind zurück, melodisch, laut und etwas düster

0

Wenn man an die Schweiz denkt, dann fallen einem sofort viele Dinge ein wie die Berge, Kühe, gute Luft, Schokolade, Käse usw.
Geht es aber um Musik aus unserem Nachbarland, dann wird die Luft schon etwas dünner, denn außer vielleicht die Avantgarde Musiker von Yello, Megapopexport DJ Bobo, den Hardrockern von Krokus oder Gotthard haben es wirklich nicht allzu viele Musiker geschafft, international auf sich aufmerksam zumachen.

Wobei das nicht ganz der Wahrheit entspricht, denn seit ein paar Jahren ist ein junge Band Namens Hell Boulevard dabei die international rockende Szene von der Schweiz aus, frech frisch und vor allem laut und mit ein bisschen Düsternis im Sound aufzumischen.

Gegründet 2014 von Matteo Diva Fabbiani, dem Kopf der Band, starten Hell Boulevard mit vielen Ideen, eigenem Soundbild und einer nicht zu verleugnenden Nostalgie für Gothic-Rock in die internationale Musikwelt.

Nach 2 Jahren des Experimentierens, Testen und sich finden war die Band im Oktober 2016 endlich bereit ihr erstes Album zu veröffentlichen.
Seitdem verbindet Hell Boulevard auf einmalige Art und Weise klassische Gothic-Sounds mit Rock n Roll, das Ganze mit orchestralen Akzenten kombiniert, unterlegt mit beißenden, kernigen harten Gitarrenriffs, Bass und Schlagzeug und Matteo Diva Fabbiani`s tiefer, intensiver (dämonischer) Stimme um daraus eine explosive Mischung zu machen.

So fand die Band recht schnell neue Unterstützer und Freunde in verschiedensten Branchen und Genres wie Lord Of The Lost, Freakangel, Erdling, Eisfabrik oder auch Mono Inc. um mit ihnen nicht nur zu arbeiten, sondern sie auch bei ihren Konzerten zu begleiteten. Was natürlich ihren Bekanntheitsgrad ernorm in der Szene steigerte.

Aber auch auf zahlreichen Festivals, wie auf dem Rockharz Open Air im Jahr 2019 waren Hell Boulevard zu erleben, wo sie dem Publikum mit ihrem Auftritt ordentlich einheizten.

Nun ist die Goth’n’Roll Band aus der Schweiz erneut bereit ihr neuestes bereits 3. Studiowerk zu veröffentlichen, dass randvoll mit neuen energiegeladenen Songs ist und den anschaulichen Titel „Not Sorry“ trägt.

Auf diesem, ihrem dritten Kapitel, kombinierten und arbeiteten die leidenschaftlichen Musiker immer wieder neue Facetten zu dem ureigenen Hell Boulevard Sound heraus und deutlich hörbar markieren sie somit damit den eingeleiteten Prozess des Weiterentwickelns mehr als deutlich.
Ihr klassischer Mix aus kernigem und harten Rock’n’Roll gemixt mit eingängigen Refrains und orchestralen Elementen steht dabei auch weiterhin im Mittelpunkt
ihres Sounds. Obwohl sie in den neuen Songs auf „Not Sorry“ auch einige zuvor ungehörte Einflüsse verschiedenster Metal-Genres hinzufügen und auf ihre Art in ihre Musik einbauen.

Klar und deutlich in Richtung Rock / Metal schauend mit einer fetten Portion Gothic, aber auch mit Elementen aus der Klassik kombiniert die Band ihre Songs mit popmelodischen – Qualitäten um die Geschichten des Augenblicks, durch ihre Musik zu erzählen.

Hell Boulevard Foto Stefan Peter

Hell Boulevard aus der Schwez Foto Stefan Peter

Dabei sind die neuen Songs recht offen für jede Interpretation persönlich aber auch allgemein sind sie der Weg ins Dunkle oder das Dunkle selbst.

So erscheint „Not Sorry“ auf den ersten Blick kantiger, düster und härter vielleicht auch nicht ganz so eingängig wie seine Vorgänger.
Wenn man aber etwas tiefer und genauer hinhört und schaut ist es aber nicht schwer auch das Hoffnungsvolle, die positive Botschaft hinter den meist düsteren Texten und den harten Sounds zu finden.

Fazit „Not Sorry“ ist ein interessantes, modernes und lautstarkes Album einer Band die immer mehr dabei ist sich selbst zu finden und auch mit ihren neuen energievollen Songs sicher und gekonnt wieder (wenn es denn möglich ist) live überzeugen kann und wird – und das ohne jede Entschuldigung!

In diesem Sinne Rock on – mit Hell Boulevard !

Text und Foto : Stefan Peter

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

* Bitte lesen Sie die Datenschutzbestimmungen und stimmen diesen zu

*