Heizkosten per Funk übermittelt: SWG stattet Wohnungen mit neuer Messtechnik aus

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Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) Nordhausen setzt in 2022 schrittweise neue Heizkostenverordnung um

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) stattet bis Jahresende einen Großteil ihrer rund 5.000 Wohnungen in Nordhausen mit fernablesbarer Messtechnik aus. Das kommunale Wohnungsunternehmen setzt damit die neue Heizkostenverordnung um, die Ende vergangenen Jahres in Kraft getreten ist.
Laut dieser müssen Zähler zur Erfassung des Energieverbrauchs fürs Heizen und Warmwasser künftig aus der Ferne ablesbar sein. Dies gilt für neu installierte Zähler, für bestehende Geräte gibt es eine Frist bis Ende 2026.

„Wir haben dazu zum Jahresbeginn einen neuen Rahmenvertrag mit einem neuen Messdienstleister abgeschlossen, der Firma ISTA“, erklärt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen, sind außerdem Mitarbeiter von der ISTA in Nordhausen unterwegs und klingeln vereinzelt bei Mietern. „Wir hatten deshalb schon einige Anrufe von verunsicherten Mietern. Die Mitarbeiter der ISTA weisen sich aus“, erklärt Klaan.

Die Heizkostenabrechnung muss künftig einen Vergleich zum Verbrauch im Vormonat enthalten. Mieter erhalten so monatlich einen Überblick über ihre Kosten fürs Heizen und der Aufbereitung von Warmwasser. „Das soll auch zu einem bewussten und sparsamen Umgang mit Wärmeenergie anregen“, so Klaan. Die Mieter hätten zudem einen besseren Überblick über die Heizkosten und könnten ihr Heizverhalten anpassen.

Sobald die fernablesbaren Zähler installiert sind, sollen Mieterinnen und Mieter jeden Monat Informationen zu ihrem Verbrauch erhalten. Diese Informationen können postalisch, aber auch per E-Mail oder in einer App zur Verfügung gestellt werden. Die SWG macht darauf aufmerksam, dass es sich um eine Bundesregelung handelt. „Wir sind verpflichtet, die Daten aktiv zur Verfügung zu stellen. Wer die digitale Lösung per E-Mail oder App nicht möchte, kommt um mehrere Briefe in der Heizperiode nicht umhin. Diese Variante ist allerdings kostenpflichtig und wird in der Abrechnung umgelegt“, erklärt Inge Klaan. Die Mieter müssen sich für eine Variante entscheiden. Abgeschlossen wird der Gesamtprozess bis Ende 2022. Ziel ist, durch die technische Umstellung allen Mietern die Informationen bereitstellen zu können.

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