Handballer meißelten Platzierung in Stein

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Am Samstag gewannen die Nordhäuser Handballer gegen eine Spiel- und Kampfstarke HSG Hörselgau/Waltershausen das Saisonfinale vor heimischer Zuschauerkulisse. Mit diesem Erfolg meißelte der NSV die Platzierung auf Rang 2, hinter dem Thüringer HC, in Stein.

Vorweg, die Partie gegen den Tabellendritten war eine Werbung für den Handball und zugleich die beste Saisonleistung der Südharzer auf eigenen heimischen Parkett. Dazu trugen die Spieler und die zahlreich mitgereisten Fans der HSG maßgeblich mit bei. Die Partie selbst wurde durch die Summe der kleinen Fehler und einer taktischen Fehlentscheidung entschieden.

Zu Beginn gab es erst einmal ein kleines Dankeschön ans Kampfgericht und einige Helfer bevor der NSV mit Zustimmung der Gäste eine Gedenkminute für ihr verstorbenes Vorstands- und Ehrenmitglied Eberhard Karch einlegte.

Beim Anpfiff, der für die Gäste so wichtigen Begegnung, waren beide Teams dann bis in die Haarspitzen motiviert. Den ersten Treffer markierten die Gäste, nachdem sie bereits eine Fahrkarte vom Strafwurfpunkt warfen. Diese Aktionen ereigneten sich binnen 60 Sekunden (1:0). Dem Ausgleich durch Matthias Thiele folgte postwendend der Führungstreffer der HSG. Nach 1 Minute und 56 Sekunden konnte Maximilian Kürschner ausgleichen. Das Tempo der Anfangsminuten mit 4 Treffern in 2 Minuten extrem hoch.

Die folgenden Minuten gehörten deutlichen den Gästen. Bis auf 2:5 und 3:6 bauten sie ihren Vorsprung aus. Trotz dieser frühen Führung war in den Nordhäuser Reihen keine Nervosität zu verspüren. Eine Auszeit beim Stand von 8:11 in der 15. Spielminute sollte es bei den Hausherren richten. Zwei Treffer in Folge von Marcel Effenberger/Kiel und Florian Gröger aus dem Rückraum brachte sie auf 10:11 heran.

Der Konter der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Unter ohrenbetäubenden Trommelschlägen der zahlreich mitgereisten Fans stellte Michael Schwab mit dem 12:15 wieder den alten Abstand her. Danach waren die Nordhäuser am Drücker. Zwei Fehlwürfe der HSG, verbunden mit zwei Treffern des NSV, zwangen zur Auszeit. Diese brachte jedoch nichts ein, im Gegenteil. Youngster Maximilian Hund glich beim 15:15 aus und wieder ein Doppelschlag von Effenberger/Kiel und Gröger spülte die Südharzer zur Halbzeit auf 17:15 vorbei.

Nach der Pause ging es munter weiter. Die HSG verkürzte und wieder war es ein Youngster, Lukas Stolze, der den alten Abstand herstellte. Ab der 35. Spielminute folgte die beste Phase der Nordhäuser. Angetrieben von den nimmermüden Thomas Riemekasten wurde den HSG Spieler das Zepter der Spielführung völlig aus der Hand genommen. Nicht mehr ganz so Treffsicher gerieten sie mit 25:20 in Rückstand. Zu diesem Zeitpunkt versagte jegliche taktische Variante, auch ein siebter Feldspieler änderte daran nichts.

Kämpferisch hielten die Gäste dagegen mit der Hoffnung auf eine Wende im Spiel. In der 49. Spielminute schien sich diese anzubahnen. Das hohe Tempo forderte auch bei den Nordhäusern technische Fehler herauf. Als die HSG mit Marcel Frosch auf 28:27 verkürzte ging die Partie völlig offen auf die Ziellinie.

Trotz der kleinen Delle in der Spielführung war Nordhausen bemüht den Spielaufbau ruhig zu gestalten. Die HSG hingegen wurde mit zunehmender Spielzeit nervöser, sie mussten die Partie gewinnen um am Ende ein Aufstiegsplatz ergattern zu können. So blieb die Frage nach dem Sieger bis in die 54. Spielminute völlig offen.

Das 34:32 des NSV zwang die Gäste zum Handeln. Die Bank gab das Zeichen zur Manndeckung. Ein letztes Mittel die Partie zu retten. Vergeblich, Nordhausen gab die abwartende Haltung auf und spielte mit der offenen Deckung der HSG Katz und Maus. Ein Treffer von Florian Gröger und ein Doppelschlag von Youngster Maximilian Hund brachte mit dem 37:33 die Vorentscheidung. Zu spielen noch 1:30 Minute vor Abpfiff. Der Rest eigentlich nur Kosmetik, wenn da die Männer in Schwarz nicht noch einmal eingegriffen hätten.

Einen vom NSV abgefangenen Angriff pfiffen sie 5 Sekunden vor Schluss zurück. Der verärgerte Spieler konnte sich danach als erster vom NSV zum Duschen begeben und die Gäste erhielten noch einen Strafwurf. Der Beste Werfer an diesem Tag, Keven Groß (11 Treffer), erzielte den 38:36 Endstand.

Die Handballer des NSV verabschiedeten sich mit einem Paukenschlag eines Handballkrimis von ihren Fans. Der Torflut von 74 Treffern trug maßgeblich zu einem unterhaltsamen Abend bei. Besonders der Wechsel zwischen Rückraum und Treffern von den Außenpositionen machte sie schwer ausrechenbar. Da die HSG auch ihre zweite Begegnung am Montagabend gegen den THC verlor, hat der NSV seine Silberplatz in Stein gemeißelt.

Beste Werfer bei den Nordhäusern Florian Gröger mit 10 Treffern und Marcel Effenberger/Kiel mit 9 Treffern gefolgt von Thomas Riemekasten mit 7 Treffern.

Steven Balik/ Maximilian Hund 4/ Thomas Riemekasten 7/ Tim Hendrich 1/ Frank Bogdahn/ Normen Bischoff/ Maximilian Kürschner 1/ Florian Gröger 10/ Steve Thomas/ Marcel Effenberger-Kiel 9/ Matthias Thiele 4/ Christian Knolle/ Phillip Keil/ Lukas Stolze 2

Strafwurfe NSV 6/6 HSG 4/3
Zeitstrafen NSV 6 HSG 3

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