Handball: Landesliga Männer – die Ergebnisse

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Wieder einmal schafften es die Männer vom NSV einen Handballkrimi zu schreiben. Dieser löste nicht nur bei den Zuschauern Herzkammerflimmern aus. Zugleich wird die Partie noch einmal unter die Lupe genommen werden müssen. Die HSG Verantwortlichen legten nach der Partie Einspruch ein. Ob sie diesen aufrechterhalten wird sich im Laufe der Woche zeigen.

Landesliga Männer / Nordhäuser SV – HSG Saalfeld/Könitz 28:27
Die zurückliegenden Wochen waren für die Männer des NSV keine leichten. Erst kam die Grippewelle und dann gesellte sich auch noch eine akute Torwurfschwäche dazu. Zwei Krankheiten die Zwangsläufig nicht erfreuliches mit sich bringen und meistes mit Niederlagen enden. So wurde das Team des NSV arg gebeutelt.

Vor der Partie gegen die HSG gab es zumindest ein wenig Entwarnung. Die Abmeldungen aus dem Krankenlager ließ Hoffnung aufkommen, trotz Trainingsrückstandes und fehlender Wettkampfpraxis. Nordhausen war aber auch gezwungen alles was sie hatten in die Waagschale zu werfen. Die Hinrunde lief gar nicht nach ihren Geschmack, was sich im Tabellenplatz wiederspiegelte. Diesmal sollte der Bock umgestoßen werden. Gegen den Tabellenvierte keine leichte Aufgabe, wollen diese doch mit einem Sieg den Sprung auf das Podium vollziehen.

So begann der letzte der Liga vor der Jahreswende mit einem Abtasten. Ricardo Seeger eröffnete die Partie mit dem 1:0 in der 2. Spielminute. In der gleichen Minute folge der Ausgleich und in der 5. die Führung der Gäste. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Südharzer schon hinreichend Gelegenheiten zur eigenen Führung liegen lassen.

Bis zur 13. Spielminute spielten beide Kontrahenten weiterhin auf Augenhöhe. Danach setzte sich die HSG auf 6:10 ab, ehe der NSV in der 25. Minute den 9:10 Anschlusstreffer durch Florian Gröger erzielte. Die Gäste völlig unbeeindruckt und mit viel Selbstbewusstsein fingen sich wieder und legten vor (9:11). Großer Rückenhalt dabei ihr Keeper. Er allein verdarb den Südharzer gehörig die Trefferquote. Bis zur Halbzeitpause konnten sie so das Ergebnis auf 11:14 schrauben.

Nach dem Seitenwechsel zunächst die Hausherren. Konzentriert spielten sie die Angriffe bis zum Torerfolg aus. Ergebniskorrektur in der 35. Minute durch Lukas Fehling auf 14:14. Danach bestimmten die HSG Spieler mit ihrem überragenden Torhüter bis zur 42. Minute wieder das Geschehen. Beim Spielstand von 17:20 rissen plötzlich die Nordhäuser das Spiel an sich.

Drei Treffer in Folge, einen durch Jonas Frenzel und zwei Treffer durch Florian Gröger, legten den Grundstein für den Schlussspurt (20:20). Marcel Effenberger-Kiel legte mit dem Treffer zum 21:20 nach. Die Halle stand Kopf. Den postwendenden Ausgleich beantwortete ebenfalls Effenberger-Kiel mit dem 22:21.

Mit Beginn der 51. Spielminute wurden die Gäste unruhig und Fehler schlichen sich ein. Sie machten sich bei nachlassenden Kräften einfach das Leben selbst schwer. Die Folge, ein Rückstand von 27:23 und unnötige Diskussionen. Aufgegeben haben sie sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Eine Auszeit sollte es richten und sie wieder ins ruhige Fahrwasser bringen. Mit Erfolg.

Die Auszeit war gleichzeitig Gift für das Nordhäuser Spiel, der Rhythmus völlig unterbrochen. Der Vorsprung schwand und 1 Minute und 10 Sekunden vor Schluss erzielten die Gäste den Ausgleich. Nordhausen mit den Kräften völlig am Ende mobilisierte alles was noch das war. Jonas Frenzel hatte scheinbar die größten Reserven. Er erzielte für sein Team die 28:27 Führung, zu spielen waren noch 31. Sekunden. Ein Sieg war greifbar nahe, eine Punkteteilung schon gewiss.

Die turbulente letzte Spielminute endete sprichwörtlich in der letzten Sekunde mit einen Freiwurf für die Gäste. Die Mauer der NSV Spieler vermöchte den anschließenden Wurf nicht aufzuhalten. Der an diesem Tag ebenfalls glänzend aufspielende Christian Knolle parierte für sein Team und lag sich anschließend mit diesen in den Armen. Die Gäste hingegen haderten mit sich und vor allem mit den Schiedsrichterentscheidungen. Sie legten Einspruch ein den sie nun unter Woche formulieren müssen oder fallen lassen.

Der Freude über den Sieg war dies im Nordhäuser Lager nicht abträglich. Ausgelassen wurde der Befreiungsschlag bejubelt. Trotz wieder einmal einer katastrophalen Chancenverwertung wurde die Partie gewonnen. Den Sieg haben sich letztendlich alle verdient. Auch die Spieler die die Partie 60 Minuten von der Bank aus erleben mussten.

Für Nordhausen spielten:
Jonas Frenzel 4/Lukas Fehling 4/Philipp Keil / Tim Hendrich 2/ Christian Gase / Ricardo Seeger 3/ Florian Gröger 7/ Christian Knolle/ Andrä Finn 1/ Marcel Effenberger-Kiel 7/ Yannick Hund/ Keven Gerlach/ Maximilian Hund/ Lukas Stolze/
Auf der Bank: Alexander Beckmann / Tobias Mehmecke

Zeitstrafen NSV 4 HSG 6
Strafwürfe NSV 3 HSG 3

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