Handball Ergebnisdienst

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Mit gleich zwei Thüringer Spitzenteams hatten es die Südharzer Handballer/innen an diesem Wochenende zu tun. Bei den Frauen gab der Meisterschaftsfavorit Aufbau Altenburg eine Kostprobe im Südharz ab. Die Männer mussten sich im Spitzenspiel der Liga gleich zu Beginn der Saison dem Vorjahresmeister auswärts stellen. Die Hürden für beide NSV Teams hätten nicht höher sein können.

Thüringenliga Frauen / Nordhäuser SV – Aufbau Altenburg 25:25
Von der Papierform her eigentlich eine deutliche Angelegenheit für die Damen aus Altenburg. Diese bestimmen seit Jahren das Geschehen an der Spitze der Thüringenliga mit. Mit einem Erfolg über den ebenfalls ambitionierten HBV Jena zu Saisonbeginn stellten sie gleich wieder die Weichen zum oberen Tabellenfeld. Vielleicht nahmen sie die Niederlage der Nordhäuserinnen zum Auftakt in Saalfeld dabei nur als Randnotiz war, da diese deutlich ausfiel.

Die Zeichen standen vor der Partie für die „Nordhäuser Hexen“ daher nicht unbedingt auf Sturm. Einen solchen entfachten sie jedoch von der ersten Spielminute an auf dem Parkett der Ballspielhalle. Nach drei gespielten Minuten stand ein 2:0 auf der Anzeigetafel, was die Altenburger Bank zur ersten Auszeit zwang. Diese extrem frühe Auszeit, nach 3 Minuten und 43 Sekunden, bestärkte Nordhausen zusätzlich. Gleich nach der Auszeit legten sie mit einem Ballgewinn und dem 3:0 nach.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich 3:3 ignorierte Nordhausen und legte wieder vor (7:4). Die Gäste spielten und spielten kamen aber an den Hausherrinnen nicht vorbei. Im Gegenteil, die Aufbau Damen hielten nur durch die Vielzahl von Strafwürfen, am Ende waren 10 Treffer vom Punkt an der Zahl, die Partie offen.

Von der 16 Spielminute (10:8) bis zur 25. Spielminute hatten beide Teams die Gelegenheit die Partie für sich zu entscheiden. Die Nerven versagten auf beiden Seiten und die Anzahl an technischen Fehlern und Fehlwürfen stieg in diesem Zeitraum extrem an. Als diese Phase überwunden ging es mit großen Schritten Richtung Halbzeitpause. Nach Abpfiff der ersten Halbzeit führten die Südharzerinnen nicht unverdient mit 11:9.

Nach dem Pausentee wurden die Gäste robuster und zielstrebiger in ihren Aktionen. In der 38. Spielminute hatten sie es dann geschafft, den 13:13 Ausgleich. Die Partie schwappte noch ein wenig hin und her ehe Altenburg das Zepter endgültig übernehmen wollte.

In den zurückliegenden Begegnungen war spätestens da für die NSV Damen Schluss. Angesichts eines zwischenzeitlichen Rückstandes von 17:22 in der 49. Spielminuten schien der Hoffnungsschimmer auch diesmal erloschen. Was jedoch im weiteren Spielverlauf geschah war ein Krimi der besten Art.

Altenburg verlor den Spielfaden und Nordhausen nahm ihn auf und verkürzte Tor um Tor, bis sie sich in der 59. Spielminute den Ausgleich zum 24:24 erzielten. Das 24:25 kam nur 30 Sekunden später. Altenburg schien auf der Siegerstraße. Als es dann wiederum 30 Sekunden später bei Altenburg zum 25:25 einschlug waren diese unter Schock. In den letzten 55 Sekunden verkrampften sie angesichts der kämpferisch starken Abwehrleistung der NSV Damen. Nach dem Schlusspfiff Tränen beim Favoriten und überschäumende Freude im Nordhäuser Lager über eine Punkteteilung (25:25).

Landesliga Männer / Thüringer HC – Nordhäuser SV 35:29
Die Männer des Nordhäuser SV hatten es ebenfalls mit einem Schwergewicht zu tun. Der THC spielt ebenfalls seit Jahren einen beständigen Handball in der oberen Tabellenhälfte. In dieser Spielserie kreuzten sich die Wege beider Spitzenmannschaften der Liga bereits am 1. Spieltag.

Nordhausen konnte den Kampf nur ersatzgeschwächt aufnehmen. Gleich 3 seiner Leistungsträger konnten die Reise nicht antreten. Besonders von Nachteil, es handelte sich dabei um den Rückraum. Die Hoffnung besteht jedoch, dass wir sie am kommenden Samstag im Pokal wieder auf dem Parkett sehen werden. In Bad Langensalza konnten sie ihrer Mannschaft diesmal nicht helfen.

Umso erstaunlicher der Beginn. Die Südharzer ohne Respekt legten vor 0:1, 2:4 und 6:8 unterbrochen vom 4:4. Danach kam der in Lauerstellung liegende THC besser ins Spiel glich aus und übernahm die Führung. Von der 13. Bis zur 18. Spielminute tobte ein Schlagabtausch, der am Ende mit spielentscheidend sein sollte. Dieser kostete den Nordhäuser so viel Kraft das sie in der Folge bis zur Pause mit 18:13 ins Hintertreffen gerieten.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer wieder ausgeglichene Spielanteile auf dem Parkett. Nur das die Nordhäuser dem Rückstand von 5 Treffern hinterherlaufen mussten. Da beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten eine schwieriges Unterfangen. Bis zur 44. Spielminute konnte Nordhausen zumindest den Rückstand auf drei Treffer verkürzen, mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu.

Der Schlussspurt ging dann wieder an den THC. Am Ende trennten sich beide Team mit einem 35:29. Nordhausen hatte verloren, weil sie die letzten 11 Minuten der ersten Halbzeit kein geeignetes Mittel fanden den Abwehrriegel des THC entscheidend zu schwächen. Trotzdem lag die Anzahl der Treffer mit 29 wieder auf Vorjahresniveau. Mit den 35 kassierten Treffern kann man ein wenig hadern, jedoch angesichts der Spielstärke beider Mannschaften geht auch dies voll auf in Ordnung.

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